Qype: erfinderladen berlin in Berlin


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Adenauer kannte keinen Erfinderladen!

Eine Affinität zu Erfindungen hatte ich schon immer. Als Jugendlicher, als Dreher erleichterten mir Erfindungen von anderen meine Arbeit und machten meine Lohntüte fetter. Später, am Ende des Ingenieurstudiums war ich das erste mal im Patentamt in Berlin in der Mohrenstraße zu einer Recherche und war von den Socken, was es da alles so gab. Ich stöberte nach den neusten Erfindungen von Kugelfischer aus Schweinfurt und wunderte mich, was die Japaner wie Toyo Bearing für Tricks mit Kugellagen drauf hatten, damit die Züge auf den Schienen flüsterleise fuhren. In der DDR ratterten da noch die D-Züge wie ein Panzerregiment durch die Gegend.

Dann später arbeitete ich in einer Entwicklungsabteilung eines Kombinates und hatte oft mit Erfindungen zu tun. Zum Glück hatte ich ausgebuffte Kollegen über und neben mir, die mir bei meinen Spinnereien geholfen haben. Auf die Antwort der Frage, „Wie kommt der Blumentopf an die Wand?“ kam ich damals nach vier Wochen. Heute dauert das manchmal Sekunden. Gogglen sie mal spaßeshalber die Frage. Da kann man finden, was ich mal früher „erfunden“ habe.

Ich hatte Glück, fachliches Backround beim Erfindungsprozess zu haben. Um die Nutzung der Schutzrechte und den Vertrieb brauchte ich mich damals auch nicht zu kümmern. Ich hatte meine Leute. Und irgend wann war ich auch selber mal ein Experte und habe andere beraten. Das ist dreißig Jahre her. Es hat Spaß gemacht!

Heute würde ich zu dem an sich harmlos scheinenden Laden „Erfinderladen Berlin“ gehen, wenn ich mit meiner Erfindung keinen Draht zur Industrie hättee. Die Leute vom Erfinderladen handeln nicht nur mit Neuheiten, sie kümmern sich um Lizenzvergaben, Internationale Partner, Geldgeber, Hersteller und den Vertrieb bis zur Platzierung in großen Handelsketten. Hier geht es nicht nur um Schnickschnack und Kuriositäten, wie sie sogar Konrad Adenauer gerne erfand. Für eine Sojawurst und ein „Notzeitenbrot“ erhielt er zwei Patente. Ein von ihm erfundenener Insektentöter endete für einen Anwender tödlich. Dann kam Adenauer auf die durchgeknallte Idee einer Stopfhilfe mit Beleuchtung. Das Berliner Patentamt lehnte den Antrag ab. Eine derartige Stopfhilfe war bereits durch eine Schweizer und drei amerikanische Patentschriften geschützt. Adenauer hatte keinen Erfinderladen!

Für nass machen die Experten vom Erfinderladen Berlin und erfinderhaus.de das nicht. So rund fünfundzwanzig Prozent des Ertrages als Erfinder muß man schon mal abdrücken. Das ist legitim und schafft auch wieder Raum für neue Kreativität und neue Erfindungen. Mir hat es Spaß gemacht im Laden herum zu stöbern und über Erfindungen zu fachsimpeln. Die Kamera hatte ich dabei und habe willkürlich ein paar Sachen dokumentiert und hier eingestellt. Anfang September kommt ein neuer Schauraum dazu und wenn es mich mal wieder gelüstet bei Konoppke ´ne Currywurst zu futtern, ist der Erfinderladen Berlin für mich ein Pflichtprogramm. In fünf Minuten ist man von Konoppke aus dort!

© Richard Hebstreit

Mein Beitrag zu erfinderladen berlin – Ich bin rhebs – auf Qype

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