Qype: Pegasus in Marburg


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Pegasus ach Pegasus

Jever, Jever stand draußen auf einer Getränkekarte. Durch das Fenster waren Aschenbecher zu sehen. „Studentenkneipe“ dachte ich beim Eintreten und das war sie auch. Musste gleich an den Sohn einer Freundin denken, der in Marburg Zahnmedizin studiert hatte. Hat er aber eigentlich nicht. Nach acht Semestern kam heraus, dass er schon seit dem zweiten Semester exmatrikuliert war. Er spielte dann nur noch Student und verbrauchte die Zuwendung von Mama zweckentfremdet. Wohl auch im Pegasus. Ansonsten schwärmte er, wenn ich ihn mal zu Hause in den „Semesterferien“ traf, vom Salamandersaufen in einer schlagenden Verbindung mit den alten Herren. Das wird nicht viel genützt haben, die Alumni-Beziehungen zu den „Alten Herren“. Es war für die Katz!

Das Pegasus war als Nischenkneipe mit bäuerlichem Fachwerkschnickschnack konzipiert und in diesem Sinne auch realisiert. Um 21.00 Uhr war die Kneipe an einem Dienstag zu zwanzig Prozent gefüllt. Nur langsam füllte es sich dann mit jungen Leuten. Die einzige Bedienung hatte wenig zu tun die Bestellungen auf zu nehmen. Das für rund sechs Euro die Stunde, was Aushilfskräften im Schnitt in Marburg gelöhnt wird. Es sind Semesterferien.

Ich erinnere mich, das ich damals als Student nie Trinkgeld gegeben hatte. Bei einem Stipendium von 180 Mark ist es mir heute fast noch ein Wunder, dass wir fast täglich in der Kneipe gesessen haben. Oft bis zum anderen morgen. Naja, nebenbei gejobbt haben wir auch. Ich habe für eine Tageszeitung Zeug fotografiert, was mich nicht interessiert hat, wie die Eröffnung eines Schweinestalls für tausend Schweine.

Eine Junge Frau, die auch als Bedienung in Marburg jobbt, studiert auf Lehramt Englisch und Spanisch im letzten Semester. Sie ist aus dem Norden Deutschlands und freut sich wieder auf zu Hause. Sie fährt nicht alleine in die Heimat zurück, sondern hat einen Freund in Marburg kennen gelernt, mit dem sie dort im Norden zusammen leben will. „War der aus Marburg“ lautet meine Frage. Die Frage wird verneint.

Irgendwo hab ich mal gelesen, das ein großer Teil der Arztwitwen Deutschlands aus Marburg gebürtig war. Das hat sich stark geändert. Zum einen, weil der Anteil der Frauen, die Medizin studieren größer geworden ist. Zum anderen ist auch in allen anderen Fachbereichen, der Frauenanteil größer geworden. Es wird auch nicht mehr so früh geheiratet und dann noch höchstselten jemand aus dem Ort, wo man mal studiert hat.

Das Interieur im Pegasus hat Patina angesetzt. Auf einem Lautsprecher, der hinter der Eingangstüre an der Decke hängt, hängt der Staub von einigen Jahren. Zu Essen entdecke ich nichts. Da uns der Hunger plagt, lassen wir uns ein Haus mit Speisekarte empfehlen.

Noch fix die Kamera auf den Tisch gestellt, damit das Bild nicht verwackelt. Draußen noch eins vor der Tür mit Blitz und ab zum Cafe Barfuß. Da soll es Schnitzel geben.

Mein Beitrag zu Pegasus – Ich bin rhebs – auf Qype

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