Qype: Anhalter Bistro – Cocktailbar in Berlin


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Per Anhalter Bistro durch einen Teil der (historischen) Galaxis der Stresemannstrasse und SSSB.

Es war mal für mich schade, dass im Anhalter Bistro Warsteiner Bier ausgeschenkt wurde. Warsteiner schmeckt mir nicht. Ich bin für herbere Biersorten, wie Jever zum Beispiel. Ich hab da nun ewig herum gemosert, bis die Sorte ersetzt wurde. Nun gibt es Berliner Pilsner.

Ein Zentner Kaffeebohnen lagen mal in einem Seitenfenster 10 Jahre lang. Der Kaffee im Seitenfenster stammte noch von einem Vorbesitzer. Ich habe so lange herum gelästert, bis der Kaffee verschwunden war. Ein Vorbesitzer liegt auf dem Friedhof, wo er, wie gehört per Mord oder Totschlag hingelangt ist. Ein anderer hat im Januar 2009 das Handtuch geworfen. Möglich, ich hab zuviel gemeckert. Am 2. September 2009 wurde das Bistro wieder eröffnet. Seidem gibt es nix zu meckern.

Was auf der Speisekarte steht interessiert mich weniger. Trink da eh fast nur Kaffee und denke, den einen Zentner da habe ich weg getrunken. Mich interessieren ganz andere Sachen. Es ist der Wandel, es ist der Wechsel der Atmosphäre an unterschiedlichen Tagen. Ein Wandel ist schon vorhanden, weil die Gegend um den Anhalter Bahnhof immer öfter von Touristen frequentiert wird, auch im Fall des Bistros wegen der Hotels, die in den letzten Jahren entstanden sind und entstehen.

Es gibt ein nettes Säuferbänkchen wie auf einer Bühne, auf denen aber keine Säufer sitzen, sondern unterschiedlichste Stammgäste. Wie von einer Theaterloge kann man hier das Geschehen überblicken. Die Bar, den Gastraum, die Plätze vor dem Bistro, den Aldi Parkplatz, die Stresemannstrasse. Idyllisch und gleichzeitig makaber ist der Blick bei Dunkelheit zur beleuchteten Ruine des Anhalter Bahnhofs. Je nach Tageszeit gibt es ein babylonisches Stimmengewirr mit stetigem Wechsel. Französische Schüler probieren die Cola, Dänische Senioren löffeln ein Süppchen, Holländische Touristen wühlen sich durch den Berliner Stadtplan. Seniorenkegler der Bundeskegelbahn, die sich einige Meter unter dem Fußboden des Anhalter Bistro befindet, trinken hier manchmal ihre Ratten ab, da die Luft hier frischer ist, als im Kegelkeller.

Das Anhalter Bistro steht auf historischem Boden. Hier stand bis zum Ende des zweiten Weltkrieges das Hotel Excelsior mit rund 5 000 gastronomischen Plätzen. Es war das größte Hotel Europas mit eigenem Kraft- und Wasserwerk! 1,2 Millionen Litern Bier wurde hier im Jahr getrunken. Das Excelsior hatte 1919 mit 60 Angestellten einen Umsatz von 450 000 RM. Mit 700 Angestellten erreichte es 1939 runde acht Millionen.Weitere Infos: http://www.luise-berlin.de/bms/bmstxt99/9905proe.htm

Im Exelsior stiegen neben „Adolf dem Verbrannten“ auch illustre Gäste ab, wie z.B. der „Seewolf“ Felix Graf von Luckner. (http://de.wikipedia.org/wiki/Felix_Graf_von_Luckner) Was er im Exelsior getrieben hatte, wurde ihm im Verlaufe seiner Karriere zum Verhängnis. Er vergriff sich im Hotel Exelsior an seiner Tochter. (http://www.halle.de/DownLoads/29/luckner_gutachten.pdf)

Neben der Berliner Mauer gab es noch eine wesentlich unberühmtere Berliner Mauer in der Stresemannstrasse. Die Akzisemauer. Reste der Akzisemauer sind 200 Meter vom Bistro in der Stresemannstraße zu bestaunen. Dort überdauerte unter dem Mittelstreifen der Stresemannstrasse das Fundament. Friedrich Wilhelm I. ließ die Akzisemauer (eine Zollmauer) 1734 bis 1737 bauen, und war mit 4,20 Meter sogar 60 Zentimeter höher als die Berliner Mauer.

Ins Anhalter Bistro gehe ich gerne zum qasseln und tratschen über Gott und die Welt, über den Kiez. Das Bistro ist relativ klein. So maximal vierzig Gäste gehen da rein. Neulich dachte ich, es wäre eigentlich mal interessant eine klitzekleine Singer Songwriter Mucke hier zu organisieren. Erfahrungen mit sowas ähnlichen habe ich. Ich bin der MC der Donnerstagtexter. Also kurze Rede, langer Sinn – am 11.09. 2010 um 21.00 geht es los.
Weiter geht es dann an jedem zweiten Freitag im Monat mit dem SSSB – Singer Songwriter Slam Berlin!

Regeln:
Maximal drei Künstler pro Abend!
Maximal drei Songs!
1 Künstler auf der Bühne!
Nur selbstkomponiertes!
Instrument mitbringen!
Kein Playback!
Kein Mikrofon!
Keine Gage! (Hutsammlung erlaubt)
Applaus-Lärmpegelabstimmung!
Reihenfolge nach Anmeldung!
Der Sieger des Abends wird im Internet veröffentlicht!
(Hier bei Qype, Videocastweblog,Youtube)

Weitere Infos: http://www.donnerstagtexter.de

Mein Beitrag zu Anhalter Bistro – Cocktailbar – Ich bin rhebs – auf Qype

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