Qype: Schankwirtschaft Rumbalotte continua in Berlin


Berlin

Nichts ist so wie es scheint!

Am 17.09.2010 wurde die Kulturspelunke Rumbalotte eröffnet. Zur Eröffnung gab es ausnahmsweise „Schlempe“ und Soljanka. Es ist sonst eine Raucherkneipe ohne Speisen. Schlempe kenn ich nicht, Soljanka mag ich nicht. Gekocht hat „EGON“. Egon ist der Gitarrist der Rockband Freygang. Ich habe beides gegessen und revidiere meine Meinung über die
Soljanka Suppe, getreu der Devise, was kümmert mich im Heute meine Meinung von gestern, denn die Soljanka war Rock and Roll!

Initiatoren und Macher der Spelunke sind Mareile Fellien und Bert Papenfuß: http://de.wikipedia.org/wiki/Bert_Papenfu%C3%9F-Gorek

Der Name des Etablissiments ist weniger an die alte Schnurre mit dem tätowierten Penis angelegt, der bei entsprechender Volumenzunahme den Sinnspruch „Ruhm und Ehre der baltischen Rotbannerflotte“ versinnbildlicht. Rumbalotte hat mehr mit Bert Papenfuß Schrifttum zu tun, das mit der Titelfolge „Rumbalotte Continua 1-5“ bei Kramer und Engstler erschienen sind.

Am Sonntag, den 19. September 2010 ab 20 Uhr geht es mit der Kultur los: „Protestvergißmeinnicht“. Ein Abend zum 80. Geburtstag von Adolf Endler. Texte, Film und Musik mit Bert Papenfuß, Brigitte Struzyk, Eberhard Häfner, Detlef Opitz, Peter Wawerzinek, Johannes Jansen, Annett Gröschner, Andreas Koziol, Gerd Adloff, Lothar Trolle, Leonhard Lorek, Gottfried Rößler, Cornelia Jentzsch, Jan Faktor, Peter Geist, Konrad Endler, Stefan Döring und Elke Erb.

Hier mal zum Vorgeschmack eine Kostprobe von Konrad Endler, dem „hässlichsten Jungen der Stadt“ :
http://www.youtube.com/watch?v=aljrK5iBpYE (Fischers Fritze (Angeln Berlin)

Am Freitag, den 24. September um 21 Uhr zelebriert man die Inauguration der Veranstaltungsreihe „DER WEISSE HAI IST GUT – Minikino & Maxitheater“. Moderiert von Mario Mentrup. DER WEISSE HAI IST GUT findet dann ab dem 30. September jeden Donnerstag in der Kulturspelunke Rumbalotte continua statt. Inwieweit diese dort aneinander gereihten Donnerstage durchgeknallt und berühmt werden, mag ich nicht zu beantworten. Dazu kenn ich diese Szene zu wenig, obwohl ich sie ab und an sehr gerne streife. Besser als Fernsehen ist es allemal!

Es sind Literatur-Punk-Anarchos, die in die Jahre gekommen sind und Lesestars der Berliner Leseszene. Zu DDR Zeiten berühmt und berüchtigt auf den Prenzelberg, die ganze Stasiabteilungen rund um die Uhr beschäftigten. Pointe war damals, die haben kaum ein Wort dessen, was die Szene zu Papier gebracht hatt verstanden. Heute ist Anarchie in Berlin der „Schwarze Block“. In der Rumbalotte ist die Kommunikatiosguerilla zugegen, die anarchisch mit Wörtern umgeht und heutige moderne Überwachungsinstitutionen, die in Kürze in das vom Architekturbüro Kleihues + Kleihues geplante staatliche Anwesen ziehen, mit „Sicherheit“ auch beschäftigt. Die obige Pointe kann man aus alter Überwachungstradition sicher deswegen auch in diesen Absatz duplizieren.

Nachsätze:
Ein alter Anarchist liegt in der Charité und stöhnt und röchelt fürchterlich lautstark. Ein scheinbar noch fideler CDU Wähler im Bett daneben ruft die Schwester: „Schwester, mein Nachbar quält sich ja so furchtbar. Tun Sie doch mal was dagegen!“ Die Schwester schaut kurz zu dem rüber: „Der? Ach, dem ist ja nicht mehr zu helfen, der ist bald hinüber.“ „Aber dann bringen Sie ihn doch wenigstens ins Sterbezimmer!“ Die Schwester schaut sich kurz um. „Wieso, dies ist doch das Sterbezimmer!“

PS. Bert Papenfuß bekam 2008 die Eugen Viehof-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung!

© Richard Hebstreit

Mein Beitrag zu Schankwirtschaft Rumbalotte continua – Ich bin rhebs – auf Qype

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