Qype: Cordula Eich, Autorin in Berlin


Berlin

Cordula Eich, eine Weinkennerin der extremen Art!

Bei Qype geht es oft darum, wo kann man einen guten Wein trinken. Die Menge der empfohlenen Restaurants und Bars dazu ist hier Legion. Wenn ich jetzt behaupte, das geht auch in den Supermärkten, dann fassen sich manche an den Kopp. Ich meine, es geht! Seit gestern kenne ich mich da absolut aus. Ich kenne 1300 Weine und kann meiner ganzen Blase fachkundige tiefgründige Empfehlungen geben. Na ja, eigentlich kennt das alles die Cordula und ich habe diese Weisheiten aus ihrem Buch.

Woher?

Auf der Leipziger Buchmesse 2011 findet man seltsame Sachen, als ich an einem Stand stehe, wo Mathieu Carrière mit seinem Buch „Im Innern der Seifenblase“ herum wuselt. Hinter mir poppen Weinflaschen auf und man dreht rabiat an Drehverschlüssen. Ein Stand mit einem riesigem Regal und nur einem Buch in mehreren Reihen. Ich höre auf, den Mathieu zu knipsen und widme mich lieber dem Wein zu und:

Cordula Eich: „2011 SUPER SCHOPPEN SHOPPER“ Erste Hilfe für den Weinkauf beim Einkauf [Taschenbuch] Zum Buch: http://tinyurl.com/5wf8kxs

Größere Mengen Wein für eine Familienfeier preisgünstig bei ALDI NORD, ALDI SÜD, EDEKA, KAISER’S, LIDL, NETTO, NORMA, PENNY, REWE, ROSSMANN, SCHLECKER und TENGELMANN einkaufen ist nun kein Problem mehr für mich.

Die Autorin „Cordula Eich hat mehr als 1300 Weine beschnüffelt, erschlürft, geschmatzt… und beurteilt! Die Kommentare sind für jeden verständlich, eigensinnig, absolut unabhängig und lobbyfrei, aber auch zu 100% subjektiv! Die Autorin verlässt sich bei der Bewertung der Weine nicht nur auf ihren eigenen Geschmack. Bei der Bewertung der Weine standen ihr ein geprüfter Weinkundler sowie ein ehemaliger Weineinkäufer einer niederländischen Supermarktkette zur Seite.“ Von Followers bei Twitter und den Fans in Facebook bekommt sie Tipps für weitere Empfehlungen und Verrisse.

Im Buch stehen seltsame Texte zu grafischen Symbolen für die Beurteilung von Supermarktweinen:

„…. um die Geschichte noch ein bisschen griffig zu gestalten, stellen wir uns jetzt einfach mal einen gemütlichen Fernsehabend vor… Die Symbole der Bewertung sprechen eigentlich für sich:

Warnung! Blitz:
Hier ist etwas ernsthaft schief gelaufen! Statt der erwarteten Fernsehunterhaltung rieselt auf dem Bildschirm grauer Schnee und der Piepston schmerzt in den Ohren. Vorsicht, gleich implodiert die Glotze! Blitzeinschlag! In Deckung gehen!

Nichts, keine Wertung, kein Weinglas:
Man zappt mit seiner Fernbedienung von einem Sender zum anderen und überall laufen Talkshows zum selben blöden Thema…Man hat keine Ahnung mehr, bei welchem Sender man eigentlich hängen geblieben ist oder worum es eigentlich geht! Egal… Weil man nichts Besseres zu tun hat, bleibt man halt hocken… Und wenn man nichts anderes zu trinken hat, trinkt man halt weiter…

1 Weinglas:
Die Vorabendseifenoper in seiner 1.287sten Folge. Lauter hübsche junge Menschen, die so tun, als sei es das echte Leben. Eigentlich weiß man vorher schon was passiert, unterhaltsam kann es trotzdem sein… Und wenn man ein paar Folgen verpasst, ist es auch nicht schlimm.

2 Weingläser:
Der Sonntagabendkrimi im Ersten. Kein übertriebenes Geballer, sondern ein guter Plot und ein Kommissar mit gediegener
Schauspielausbildung . Handwerklich gut gemachte Unterhaltung, der man gerne jahrelang treu bleibt.

3 Weingläser:
Der große Fernsehfilm, in dem ordentlich aufgefahren wird. Gut besetzt bis in die Nebenrollen. Eine abendfüllende Geschichte, die einen in den Bann zieht. Man spricht sogar am nächsten Tag noch drüber. Wäre schön, wenn’s so etwas öfter gäbe…

4 Weingläser:
Der Blockbuster-Kassenknaller aus dem Kino mit internationaler Starbesetzung in seiner Fernsehpremiere – und das auch noch ohne Werbepause! Da hat man sich schon lange drauf gefreut. Dafür bleibt man gerne mal einen Abend zu Hause.

Superlabel:
Der Super Schoppen! Ist nicht nur in mehreren Kategorien nominiert, sondern hat den „Oscar“ der Supermarktweine auch tatsächlich geangelt! Applaus! Applaus!“

Dazu gibt es zu jeder grafischen Bewertung der Weinsorte einen mehr oder weniger fachlichen aber literarischen Rat, wie: „Der Sommertip: Super Basis für einen Gin Tonic Light. Süffig, lecker. Katerlos“, „Scheibenwischersprühanlagenfüllmittel“, „Einfachstes Einsteigermodell ohne Sonderausstattung: Ein paar Extras hätten ihm gut getan.“

Fein gefällt mir ihre Pointe zum Buch: „Allen Eingefleischten zum Trost: Sollten Sie meine Meinung nicht teilen und beleidigt sein, dass ich Ihren Lieblingswein mit abgestandenem Blumenwasser verglichen habe, nehmen Sie doch einfach noch einen Schluck und trinken Sie auf alle, die diesen Wein jetzt sicherlich für Sie im Laden stehen lassen!“

Empfehlenswert!

Quelle: http://tinyurl.com/5wf8kxs und Leipziger Buchmesse

Mein Beitrag zu Cordula Eich, Autorin – Ich bin rhebs – auf Qype

Qype: Reisedienst Elsetal GmbH & Co. KG in Bünde


Sich um Busreisen kümmern, macht glücklich!

Manche Geschichten muss ich um die Ecke herum schreiben, um auf den Punkt zu kommen, so wie auch diese hier. Dieser Text wird ein wenig komplex sein, denke aber für den einen und anderen aus mehreren Gründen interessant. Es geht um Book-and-Demand, einem Bus, einem Busunternehmen, Busfahrer, Sizilien, Leipziger Buchmesse, einem Busfahrer, sowie um einen Autor und sein Buch.

Begonnen hat das vor einigen Monaten bei Qype. Ich habe gestöbert, wer schon mal mit dem Thema Book-and-Demand Erfahrungen gesammelt hat. Fündig wurde ich bei Bücherprinz Ruprecht Frieling, der auf einen seiner Blogs eine Linkliste hatte. Rupi hat damals Da habe ich angefangen das Thema zu sammeln und weitere Entwicklungen zu verfolgen. Vor ca. zwei Monaten kamen dann erste Entscheidungen. E-Books per PDF und *.epub veröffentliche erst mal testweise bei http://www.mealittera.de und später Book-and-Demand bei http://www.epubli.de/ .

Die Idee dazu bekam ich durch die Erfahrungen von Markus Albers mit seinem Buch „Meconomy“, das er bei epubli beispielhaft produziert und vertreibt. Habe nun Kontakt zu epubli aufgenommen und werde demnächst da was produzieren.

Vor einigen Tagen bekomme ich von epubli die Info, ob ich Lust hätte, mit nach Leipzig zur Buchmesse zu fahren. Mit einem Bus. Klar habe ich Lust. Gestern früh, kurz vor Acht stehe ich am Zentralen Busbahnhof in Berlin. Der Bus ist von der Firma Reisedienst Elsetal H. Hemminghaus GmbH & Co. KG aus Bünde. Das der Bus aus Nordrhein-Westfalen von Berlin aus Leute nach Leipzig zur Buchmesse kutscht, wundert mich nicht mehr, als sich heraus stellt, der Busfahrer Jens Bergmann ist Mitarbeiter der Elsetal H. Hemminghaus GmbH & Co. KG und hat ein Buch geschrieben „Busreisen macht glücklich“ – … die irdische Art, himmlisch zu reisen. (Link zum Buch: http://tinyurl.com/68k9sra)

Mit der kurzen gemütlichen Busreise nach Leipzig zur Buchmesse und zurück erfahre ich einen ganzen Sack an Informationen sowie Eindrücken.

Bisher hatte ich kaum eine Affinität für eine Busreise. Außer mal per Linienbussen kreuz und quer durch Marokko, sowie einer Dreitagereise vor 15 Jahren habe ich keinen modernen „Fernreisebus“ von innen gesehen. Bis vor drei Monaten kutschte ich mit dem Wohnmobil herum, das wurde abgeschafft, weil das Wägelchen zu alt war. Für mich war Busreisen „Kaffeefahrt“ oder unbequemes Reisen. Bis gestern.

Busreisen sind von der Reisestruktur, dem Reisemanagement und von der Technik her anspruchsvoller, ideenreicher und cleverer geworden. Hunderte mittelständische Busunternehmen in Deutschland optimieren, modifizieren ihre Dienstleistungen gegen die Massenpauschalreiseindustrie.

Sie bringen das Ziel der Reise und „Der Weg ist das Ziel“ in neue individuelle und emotionale Zusammenhänge. Der Anspruch, mehrere Ziele erfüllen ist mehr wert als ein Ziel, wird von vielen Busunternehmen fachlich ausgefeilt erfüllt. Der Bus NEOPLAN Cityliner C des Reisedienst Elsetal ist schon was anderes, als die Kisten vor 15 Jahren. Bequemer, mehr Service, perfekter. Kaffee aus Kaffeetassen, Bordküche, WC mit Waschraum, Abstandsradar, elektronisch gesteuertes Fahrwerk mit Spurassistent, GPS Info für Fahrgäste, und, und, und. Die fachliche Kompetenz der Busfahrer bewegt sich besonders bei Kombinationsreisen auf einem hohem Niveau zu erquicklichen Preisen.

Jens BergmannBeispielhaft werden diese Vorgänge an Hand des Buches „Busreisen machen glücklich“ von Jens Bergmann kompetent, schnörkellos und flüssig beschrieben. Jens Bergmann ist ein Berufskraftfahrer, dem sein Beruf Spaß macht und dessen Berufung auf jeder Seite seines Buches erkennbar ist. Die Argumente, warum Busreisen glücklich macht, sind schlüssig für potenzielle Kunden von Busreisen dargestellt. Lediglich ein wenig überdimensioniert sind die speziellen Tätigkeiten des Busfahrerberufs erläutert und einige Problemchen mit den Kunden und Reisegästen abgehandelt. Das ist aber nett beschrieben. Ich kann´s beurteilen, weil ich so fünf Jahre als Berufsberater massenhaft Berufsbilder geschrieben habe. Nun kann ich gerne konstatieren, es ist auch wichtige Sekundärliteratur für Berufskraftfahrer, die den „richtigen Busführerschein“ ansteuern wollen.

Ein Busfahrer wie Jens Bergmann ist laut seinem Werk heute Reiseleiter, Urlaubsmanager, Animateur, Koch, Psychologe, Seelsorger, Bordtechniker, Wetterfrosch, Orakel, Persönlicher Berater, Arzeneimittelbesorger, GEO Leser, Extrabonusbesorger, Domizilauskenner, Landgutaufspürer, Historiker, Seereisenexperte, Koffertransportarbeiter, Bankomateingeweihter, Mafiauskenner, Vulkanologe, Weinkenner, Hotelbegutachter, Abzockerwarner und nun auch noch „Fachbuchautor“ zum Thema Busreisen, der mit links und vierzig Fieber das Buch ohne einen Verlag clever selbst verlegt hat. Er schlägt eine Bresche der Anerkennung für tausende Berufskollegen seiner Art und wischt den Muff, der zum Teil immer noch auf der Branche liegt ein wenig hinweg.Ausführlich wird in satirischen Sequenzen beschrieben, wie sich die Anfangs skeptische Reisegruppe nach Sizilien zu einem Mikrokosmos besonderer soziologischer positiver Eigenschaften verwandelt, die zum Ende der Fahrt vor Abschiedsschmerz fast wie die Schloßhunde heulen. Eingeschlossen die Freudentränchen des Busfahrers zu „STANDINGOVATIONS“ für seine Leistungen.

Zwei Probleme hatte ich beim Lesen des Buches. Ich habe mein Abendessen weit in die Nacht geschoben, weil ich erst das humorvolle Buch aufgefressen habe. Ein wenig neidisch bin ich geworden, weil ich die in 12 Kapiteln auf 141 Seiten beschriebene Reise nicht mit gemacht habe. Ich reise gerne und viel!

Bald werde ich fünfundsechzig Jahre, wo das wilde Backpacker Reisen so langsam ausklingt. Busreisen der Art, wie es der Reisedienst Elsetal H. Hemminghaus GmbH & Co. KG aus Bünde anbietet wird zukünftig für mich keine offene Option mehr sein. Ich schaue mich demnächst mal um, was es in Berlin für Busreisendienstleister ähnlicher Qualität wie den Reisedienst Elsetal gibt. Jens Bergmann hat mir mit seinem Buch die Reiseform „ Organisierte Busreisen“ schmackhaft gemacht und Entscheidungshilfen geliefert, qualitative Angebote besser zu selektieren!

© 2011 Richard Hebstreit

PS:
Einen Verbesserungsvorschlag für den digitalen Druck des Buches hätte ich. Das automatisierte Druckraster des Digitaldruckes bei 300 dpi Bildauflösung verwäscht die Graustufen der Fotos. Sie erscheinen flau, unscharf und kontrastarm. Bei der Konvertierung von Text und Bild zu epubli und dann zum Druck funktioniert das noch nicht. Den Fehler stellte ich auf der Buchmesse bei fast allen Graustufenfotos beim Digitaldruck fest und ist ein uraltes Problem. In einem Buch von mir ist das auch vor drei Jahren passiert. Wenn man einen professionellen Satz z.B. mit QarkXPress oder Adobe-Illustrator macht, kann man das bei den Fotos per lpi oder l/cm Einstellung machen. Mit Word oder OpenOffice produziert und dann in PDF konvertiert geht nicht.

Ich kenne momentan leider nur zwei Lösungen des Problems.

1. Mit Photoshop das Foto rastern (Filter, Zeichenfilter, Rasterungseffekt 300dpi, Kontrast: 1Punkt, Raster: 2 Punkt). Das ist aber nur semiprofessionell es werden Graustufen in Graupunkte und Schwarzpunkte aufgerastert. Das Problem sitzt tiefer, denn man benötigt in der professionellen Druckvorstufe Schwarzpunkte. Um mit einem Digitaldrucker bei einer Auflösung von 200 lpi, wie sie oft in Büchern verwendet wird, 256 Graustufen darzustellen, benötigen man aber eine Bildauflösung von 3200 dpi.

Infos:
http://www.rz.uni-kiel.de/ausgabe/lpi
http://help.adobe.com/de_DE/Illustrator/14.0/WS714a382cdf7d304e7e07d0100196cbc5f-64c2a.html
http://www.hta-bu.bfh.ch/wuetja/skript/tech/t33pixdot.htm
http://www.hammerer.at/druck/druck_vor.htm

2. Wer einen postscriptfähigen Laserdrucker hat, kann das umgehen wie früher bei der Ausbelichtung von Graustufenfotos für den Zeitungsdruck. Man druckt das Foto einfach mit der Einstellung Zeitungsdruck ca 30 l/cm (l= Linien) in eine Postscriptdatei oder pdf-Datei. Diese wieder in jpg oder tiff umgewandelte Bild kann man dann als gerastertes Foto mit nur schwarzen 45 Grad-Bildpunkten in eine Worddatei einfügen. Die Fotos erscheinen trotz des Rasters rattenscharf!

Mein Beitrag zu Reisedienst Elsetal GmbH & Co. KG – Ich bin rhebs – auf Qype