Qype: Gaststätte „Heinzelmännchen“ in Berlin


BerlinEssen & TrinkenBars & Kneipen

Naja……………..

eine janz einfache Kneipe is dette. Was soll man da groß drüber schreiben. Eine Eckkneipe wie Hunderte in Berlin. Gourmetberichte werden das da nicht. Die Darttabellen der Dartsiege sind auch nicht gerade spannend für Außenstehende.

„Rostbrätel“? sagt das jemand was noch heute? Ich glaube es nicht, die das noch wissen, sind fast alle hops gegangen, oder gehen das demnächst….nämlich „hops“! Auf realdeutsch…..die werden bald aussterben!

„Ein Rostbrätel ist eine marinierte Scheibe vom Schweinenacken, die über Holzkohle gegrillt wird. Es handelt sich hierbei um eine Thüringer Spezialität, die neben der Thüringer Rostbratwurst die zweite Grillspezialität des Landes ist.“

Berlin ist nicht Thüringen und Thüringen ist nicht Berlin. Heinzelmännchen hatte sowas 1966/67 locker in der Pfanne. Ohne Rost wie in Thüringen. Man schmiss das Schweinekammfleisch einfach am Vortag in Bier und haute das Fleisch in die überhitzte Pfanne. Dazu gab es Bratkartoffeln und Spiegelei. DDR Bier war das damals 1967, in dem man das Fleisch tunkte. Ich war dabei! Einige der wenigen Kneipen in Berlin, wo man den Grenzsoldaten nicht in Berlin in das Essen spuckte. Gut, die meisten Berliner hatten politisch Recht, die die Oma nach dem Mauerbau 1961 in Kreuzberg nicht mehr besuchen durften. Die Grenzsoldaten des Grenzregimentes 35 aus Rummelsburg, die aber nur ihren Wehrdienst an der Berliner Mauer abschrubbten, waren Stammgäste. Vize-Ek-Feiern, EK Feiern und Entlassungsfeiern von der NVA wurden im „Heinzelmännchen“ vielfach abgespult. Ich war als Fotograf 19666/67 manchmal nicht sehr nüchtern dabei.

Irgendwann, nach über 40 Jahren bin ich da aus Nostalgiegründen und Interessent für „Deutsche Geschichte“ wieder hin. „Rostbrätel“ mit Bratkartoffeln futtern. Die Kartoffeln waren noch „handgeschält“! Da Fleisch schlummerte vom Vortag in Bier, wie von der Wirtin bestätigt.

Irgendwie dachte ich da dort mal mit schlechtem Gewissen: „Wenn jetzt mein alter Spieß rein kommt und mich vollsaut: „Was machst du eigentlich hier, du hast doch keinen Ausgangsschein?“

Wie es weiter geht, steht in meinem Buch „Grenzsoldat“. Alle die das hier lesen bekommen hier Zugriff gratis auf das Buch bis 28.07.2011: http://www.rhebs.de/grenzsoldat2.pdf

© Richard Hebstreit

Mein Beitrag zu Gaststätte "Heinzelmännchen" – Ich bin rhebs – auf Qype

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