Qype: AUFBAU HAUS in Berlin


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SYNERGIA 2011 = „AUFBAU HAUS“ BERLIN!

Ich bin ein BAUHAUS Fan. Meine hier nicht die Bauhauskette gleichen Namens. Sondern das Bauhaus Dessau. (Die Kunst-, Design- und Architekturschule!). Ein Fan des „AUFBAU HAUS“ am Moritzplatz könnte ich sicher auch werden. Wollte gestern ´ne kurze Stippvisite unternehmen und wurde erst nach drei Stunden dort wieder ausgespuckt. Von den 17.000 Quadratmetern habe ich trotzdem wohl nur zehn Prozent geschaftt.

PLANET MODULOR
Erster Anlaufpunkt war MODULOR (http://www.modulor.de) . Das, was man hier erwerben kann, kenne ich noch aus der Gneisenaustraße 43-45, wo es alles mögliche für Architelten, Grafiker, Maler, Designer und überhaupt für Kreative gibt, die noch mit ihren Händen was schaffen wollen und müssen. In der Gneisenaustraße wußte ich ich fast immer wo jede Pappe steht. Hier muss ich wohl noch paar mal hin, um voll durch zu blicken. Prima gefallen hat mir ein uraltes Produkt von Bayer Leverkusen „Lisa Kunststoff“. Das gibt es stangenweise im Keller neben den Carbonröhrchen. Das Zeug leuchtet geheimnisvoll an den Kannten und ich habe dieses Material in Erinnerung, weil mich vor 25 Jahren wegen dem Kram die Stasi an der Backe hatte. In der ersten Etage stand ein klitzekleiner Schneidplotter, für rund 300 Euro, den ich jeder Schule ans Herz legen möchte, um den Kids zu zeigen wie man mit ein paar lumpigen Outlines die tollsten Sachen designern kann.

NÄHINSTITUT MORITZPLATZ
Um den Planet Modulor herum gibt es interessante Werkstätten und Dienstleister. Zuerst stolperte ich in´s „NÄHINSTITUT MORITZPLATZ“. Die
organisieren Nähkurse, und -Workshops, verkaufen Maßbekleidung und sind eine Werkstatt für Mode und Design. (www.naehinstitut.de) Verkaufschwerpunkt sind dort die Nähmaschinen der Fa. Bernina. Das ist eine neue/alte Schweizer Nähmaschinenfirma, die das Hohlsaumnähen quasi
erfunden hat. Ein absoluter Knaller sind die „Overlocker“ http://de.wikipedia.org/wiki/Overlock-N%C3%A4hmaschine) Man muß sich einfach mal ansehen, wie die Profis dort mit so einer Mehrfadennähmaschine, einer „Overlock“ arbeiten und gleichzeitig schneiden, heften und versäubern. Ich habe die Overlock-Technik zu DDR Zeiten in Ilmenau kennen gelernt, wo eine junge Frau in einer industriellen Teppichfabrik auf die durchgeknallte Idee gekommen ist, den Fußbodenbelag, also den Teppich mit ca. zehn Fäden gleichzeitig per Nähmaschine zu umsäumen. Das zu modifizieren und zu bauen kostete
damals so um 100 000 DDR Mark. Eine Bernina für 350,00 Euro Flocken schafft das heute auch. Oder man macht es so, wie man in der ersten Schulklasse das im „Haushaltsunterricht“ bei den Topflappen gemacht hat.

COOPGOLD
Gleich danach fiel mir eine Goldschmiedewerkstatt mit vielen Arbeitsplätzen auf. (www.coopgold.de). In Kürze, Ende Juli 2011 gibt es dort einen Sommerkurs für Emaillieren mit „Rolf Lindner“ (http://www.ro-li.de/). Wer da als Profi oder Semiprofessioneller zum Emailliewissen tanken nicht hingeht, ist selber schuld. Rolf Lindner ist einer der besten Schmuckdesigner Thüringens. Nur Michaela Frey aus Wien war Emaillie-technisch besser. Nur die is nun schon´n e Weile tot! Und ihre Nachfolger von Frey-Wille verraten nix!

BONUS M1
Fast neben Eingang/Ausgang gibt es KAFFE / BAR/ MORITZPLATZ/ BONUS M1 (www.m1berlin.de). Die Gäste, wie ich wahrnahm, alles mehrsprachige Designer, Architekten, Multimediatypen. Das M1 Logo janz, janz fein, Design des Interieurs fein, Außenbestuhlungkapazität fein. Der Blick auf den Hof vom AUFBAU HAUS ist Schrott: Die Architekten haben sich für dieses phantastische Gebäude mit seiner phantastischen inhaltlichen Vielfalt absolut nix adäquates einfallen lassen. Es ist ein Berliner Blockbebauungshinterhof, wie zu Kaisers Zeiten, wo die Feuerwehr schön rein passt, wenn es brennt. Das Verhältnis von Bestuhlung „Innen“ zum voluminösem Tresen
und Personalaufwand ist bissel grenzwertig. Gut, man meinte auf Nachfrage, „…wenn es Lesungen mit dem Buchhandel nebenan gibt“, dann würden
viele, viele Gäste auf der Treppe sitzen. Veit Stachewicz, der Chef des janzen betreut gastronomisch das radialsystem.de. Da denke ich irgendwie, irgendwas ganz anderes läuft hier noch, was ich nicht erticke.

IMAGO 1:1
Zum Schluss sehe ich was total verrücktes. Einen Fotoapparat zum „reinklettern….knipsen und 1:1 Fotos machen“. Ein Stück Lebensgröße-Foto
kostet rund 350,00 Euro! (http://www.imago1to1.com). Werner Kraus und Erhard Hößle haben das Monstrum erfunden. Ich fragte. „Ach Gott, sind die
beiden schon tot?“ Peinlich war dann, die leben beide noch. „Die begehbare Selbstporträtkamera mit den Originalmaßen von 7x4x3m, ermöglicht eine
1:1 Abbildung im Format 60 x 200 cm – direkt auf ein Silbergelatine-Schwarzweiß-Umkehrpapier. Bei diesem analogen fotografischen Prozess entfällt das Negativ, die Belichtung erfolgt mittels Projektion auf das Fotopapier – jedes Bild ist ein Unikat.“Mehr Info über den nun größten Fotoapparat in Berlin gibt es hier:
http://www.burghausen.de/content/index.cfm/fuseaction/50,dsp,0,1,0,301,0,0,Sonderausstellung_IMAGO.html

Eigentlich gibt es noch mehr zu berichten. Nur, das würde den Rahmen hier sprengen. Einige Qyper werden sicher hier noch so manches interessantes entdecken. So mancher Shop ist noch nicht eröffnet. Der AUFBAU Verlag is ja auch da. (Am 18. September 1991 erwarb der Frankfurter Immobilien-Unternehmer (und frühere Maoist) Bernd F. Lunkewitz den Verlag zusammen mit Rütten & Loening von der Treuhandanstalt.)

Der Currywurstverkäufer am am U-Bahn-Eingang grinst. „Die feinen Designer und die Verlagsfritzen sin allet Knicker, die essen rundherum in den Kneipen nixxxx, die essen alle nur hier meine Currywurst!“ würde ein Berliner Currywurst-Verkäufer sagen. Nur, der is nich aus Berlin, sondern irgendwo aus Arabien und sagt wat janz anderes, was ich hier nicht schreiben will und mag!

© Richard Hebstreit 20.07.2011

Mein Beitrag zu AUFBAU HAUS – Ich bin rhebs – auf Qype

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