Qype: Ungarische Weine & Spezialitäten Inh. György Nagy in Berlin


BerlinShoppingLebensmittelWein, Bier & Spirituosen

Drei Flaschen Tokajier!

Mit der Gründung der DDR 1958 wurden einige kulturelle Traditionen in ihrem Umfang mehr oder weniger reduziert. Gravierend geschah das dem „Wein trinken“, weil keine guten Weine vom Rhein, Frankreich, Italien, Spanien mehr im Osten Deutschlands, der DDR erhältlich waren. Wein kam dann nur noch aus der südlichen Sowjetunion, Bulgarien, Rumänien Ungarn. Der Wein aus diesen Ländern war auf billige Massenproduktion und süße Weinsorten ausgerichtet. Die Qualität nahm oft von Jahr zu Jahr ab, egal ob es ein Weinjahr in diesen Regionen war oder nicht.

Eine einzige Weinsorte hatte diesen Qualitätsverlust weniger! Tokaji Aszú aus Ungarn! Das resultierte aus der aufwendigen Herstellungsprozedur, die man gerne bei Wikipedia mal nachlesen kann.
http://de.wikipedia.org/wiki/Aszu#Tokaji_Asz.C3.BA_.28Tokajer_Ausbruch.29
In der DDR gab es als teuersten Wein, den vier puttigen Tokaji Aszú und war eine sogenannte Bückware.Den Wein gab es oft nur, wenn man gute Beziehungen hatte unter dem Ladentisch. Der sah in der Flasche aus wie Bernstein aus der Ostsee und war vom Alkohol und Süße her ein wenig mit einigen Portweinen vergleichbar. Geschmacklich war es was ganz anderes drch einen Edelschimmel, den es nur in der Region Tokaji gibt.

Meine Mutter, eine Ungarin sagte immer, drei Flaschen Tokaji Aszú sollte man immer im Hause haben. Eine Flasche fünfputtige für eine Liebeserklärung, eine dreiputtige für eine Streitschlichtung und einen siebenputtigen Tokaji Aszú Eszencia, wenn man sich kurz vor dem Tod noch was wirklich gutes gönnen will.

Den Eszencia hat schon Ludwig XIV., der Sonnenkönig getrunken und bezeichnete den Tokaijer als „Roi des vins – vin des rois“. Die lateinische Übersetzung, „Rex vinorum – vinum regum“, findet sich oft auf den Etiketten.

Der halbe Liter Tokaji Aszú Eszencia kostet heute um 50 – 60 Euro. Nach der TV „Polizeruf 110“ Folge 131, „Drei Flaschen Tokajer“, Erstsendung 27. August 1989 wurde im November die Mauer geöffnet!

György Nagy von „Ungarische Weine & Spezialitäten“ hat den siebenputtigen Tokaji Aszú immer vorrätig. Den Tokaji Aszú Eszencia, den Ludwig XIV immer schluckte, manchmal. Trockene ungarische Weine hat György auch. Man sollte sie dort einfach mal kosten. Es ist Weinkultur!

Mein Beitrag zu Ungarische Weine & Spezialitäten Inh. György Nagy – Ich bin rhebs – auf Qype

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s