Qype: AntikKOMBO in Göttingen


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Parson’s Pleasure und eine HENKELMANN Kartoffelsuppe

Irgendwann habe ich die Roald Dahl Story “Parson’s Pleasure” über die zwei durchtriebene Männer gelesen, die sich bemühen, sich gegenseitig über die Ohren zu hauen und dadurch letztendlich eine wertvolle Chippendale-Kommode zerstören. (http://www.dieterwunderlich.de/Dahl_pfarrer.htm)
(Jeder Antiquitätenfan sollte diese Geschichte kennen!)

Das mit der Chippendale-Kommode habe ich sofort in Erinnerung, als ich in den Berliner Trödelhallen in der Dessauer Straße 3 zwei Männer sehe, die um zwei Stühle hartnäckigst verhandeln. Die Füße der Stühle, um die es geht, sind “Claw-and-ball” Füße, die den englischen Tischler Thomas Chippendale als “Erfinder der Klauenfüße, die einen Ball halten” zugesprochen wurden. (http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Chippendale)

Ein Trend im heutigem individuellem Möbeldesign ist manchmal uralte Formen in moderne Formen zu integrieren. Björn Kendelbacher und Stephan Eggers von (www.antik-kombo.de) aus Göttingen, die machen das auch mal mit Löwenfüßen und sägen wie einst nicht von Cyril W. Boggis gewünscht jeden Stuhlfuß gnadenlos ab. Ob die jeden Sonntag übers Land fahren, um Stuhlfüße zu ergattern und ab zu sägen weis ich nicht.

Der Trödelmarkthändler in den Berliner Trödelhallen hat Preisvorstellungen um 25 Euro pro Stuhl für seine eigentlich feinen Replikate erlausche ich. Der Preis ist OK! Mag sein, wenn ich nächste Woche wieder nach sehe, stehen die zwei Stühle immer noch dort rum. Es sei denn, Björn Kendelbacher und Stephan Eggers waren da und machen daraus das Möbel “Bettfrösche” für 1230,00 Euro inkl. MwSt. (http://www.antik-kombo.de/shop-galerie/showroom-21.html) Ich erzähle ihm dann, wie man aus Stuhlfüßen Geld machen kann und halte ihm mein frisch android-programmierten “Stuhlfußapp” unter die Nase.

Ich bekomme Hunger und sehe in einem Palettenstapel “Kartoffelsuppe mit Speck von Henkelmann” für neunundsechzig Cent die 800 Gramm Dose. Haltbar bis 11.09.2012. Ich nehme ein Dose mit, weil meine Frau für einige Wochen nicht zu gegen ist und ich dadurch ein echtes Suppenproblem habe.

Vorhin habe ich die Dose mittels nigelnagelneuen chinesischem Laserdosenöffner aufgemacht. Es geht, wenn man viel Salz und viel Pfeffer und viel irgendwelche Würze zugibt. Eine Büchsensuppe mit 3,1 % Jagdwurst, 3,1 % Bauchspeck. 262 kcl.

Wer so komische Suppe nicht mag, vor dem Eingang ist ein Vietnamese mit was weit besserem. Man kann ihm beim Zubereiten seines Speisenangebotes über die Schulter schaun und lernt ein wenig wie fix asiatische Küche funktioniert. Ca. 50% ist frisch ca. 50% ist tiefgekühlt. Die Pekingente ist vor gegart.

Irgendwie passt das hier alles zusammen zu einer Antiquitätengeschichte, die ich mal geschrieben habe: Ein Bettfrosch kommt vor, also ein Nachtisch und altes Zeug, was irgendwie komisch verwurstelt ist.

“Der Jäger und die tote Frau neben dem Nachttisch”:
http://www.rhebs.de/storys/heckel.htm
Mein Beitrag zu AntikKOMBO – Ich bin rhebs – auf Qype

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