Qype: PICALDI Outlet Store in Berlin


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“Carrot-Cut Jeans” aus dem „Untergrund“
Die „Picaldi Textile Product Marketing Limited Company“ verkauft in diesem Keller „verbilligte“ Streetware-Jeans, Sweatshirts, T-Shirts, Jacken, Gürtel, Boxer-Shorts. 1986 in der Türkei gegründet expandiert man inzwischen als Berliner Unternehmen europaweit lustig weiter. Der Jährlicher Umsatz lag 2005 um sechs Millionen, was sich wahrscheinlich inzwischen wohl verdoppelt hat.
PICALDI

Neben den eigenen Labels  „Picaldi“, „Picaldi Jeans“  „PCL“  „PCLD“  und „Picaldi ZICCO“ gibt es  im JUSTOUTLET in der Gneisenaustraße 95 noch die Marken E-RAGS und  ZERAVA. Junge Leute, die diese Mode tragen, kommen nicht nur aus dem Kreuzberg Kiez, sondern inzwischen aus ganz Deutschland zu den acht Stufen dieses Berliner Souterrains. 

E-RAGS

Als ich am 28.06.2012 im Laden fotografierte, sackten zwei Jugendlich aus Westdeutschland mehrer Beutel mit „Picaldi“ Gangsta-Klamotten ein.

Picaldi

Das Label „PICALDI“ „ist vor allem in der deutschen Hip-Hop-Subkultur verbreitet. Dazu trug maßgeblich bei, dass Rapper wie Bushido
Jacken der Marke auf Konzerten präsentierten. Viele Berliner Rapper
unter anderem Bushido erwähnen Picaldi häufig in ihren Songtexten, wie
auf dem Track Abschaum aus dem Album 7 „Hier geht es nicht um mies oder fresh, ich hab die Picaldi Jeans voller Cash“; oder aus dem Album Staatsfeind Nr. 1 auf dem Track Wir regieren Deutschland, auf dem Part von Baba Saad „Jetzt bin ich der, den du nie wieder bei Aldi siehst. Scheiß auf eure Baggy-Pants, ich rappe in Picaldi Jeans“.
Der Marke haftet das Image an, vor allem im „Ghetto“, also im Prekariat
der Großstädte und besonders im migrantischen Milieu verbreitet zu
sein; das Label selbst warb zeitweise mit dem Claim „Nix Aldi –
Picaldi“, und der Rapper Eko Fresh ließ sich für das Booklet seines Albums Hart(z) IV in Picaldi-Kleidung fotografieren. Die taz charakterisierte Picaldi 2006 in einem Artikel als Jungsmode, für Halbstarke, die sich gegenseitig „Opfer“ nennen, der Stern sprach von Mode für die Unterschicht und Glamour für Ghettokids.[1][2][3][4][5](WIKIPEDIA)

Das der Laden brummt, sieht man auch bei Regenwetter. Die Kids kommen nicht zufällig vorbei und dann zufällig rein in den Keller, nein man kommt zielgerichtet. Die Qualität der 
„PICALDI“ Klamotten ist im Bereich berühmterer internationaler Marken. Der Keller ist hell, die Waren sind übersichtlich präsentiert. Der Verkäufer Akif ist freundlich und fachlich kompetent. 

Das einzige traurige an dem Laden ist nur dass die schöne alte Kasse rechts neben dem Eingang nicht mehr rasselt. Glaube aber, die würde dann den ganzen Tag rasseln und 
Akif bräuchte ein Schwerhörigengerät bei dem Krach!

© 2012 Richard Hebstreit

Dieser Beitrag gehört zum Guide „BERLINER SOUTERRAINS“    

Mein Beitrag zu PICALDI Outlet Store – Ich bin rhebs – auf Qype

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