Qype: BlackBox Kalter Krieg in Berlin


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Kalter Krieg zum Sehen und Hören:

Am  20. September 2012, 11.30 Uhr  eröffnete der historischer Erinnerungsort  „BlackBox Kalter Krieg“  Friedrichstraße 47/ Ecke Zimmerstraße, 10117 Berlin.

Die Ausstellung zu sehen lohnt sich. Komprimiert, visuell manchmal OK, zum Teil mit Video- und Tonepisoden, der von steril wirkenden Edelstahlkopfhörern zu hören ist.
Ich möchte hier mit eigenen Fotos auf diese Ausstellung neugierig machen. Ich war 1966 -1967 wehrpflichtiger Grenzsoldat und „Teilnehmer dieses Kalten Krieges“

Englische Soldaten in Ostberlin
Unsere, von unserer Armeeführung deklarierten „Gegner/Feinde“, Schottische Soldaten, spazierengehend in Ost-Berlin, wo sie wann immer sie wollten herumlaufen konnten. Wir lagen an der Grenze Tag und Nacht auf der Lauer und warteten auf unseren sogennanten Feind.

Unser „Feinde“ waren die DDR-Bürger, die von Ostberlin nach Westberlin ohne Erlaubnis über die Mauer klettern wollten.

Waffenbrder

Das Foto und ein „Kalter Krieg-Beitrag“ aus der „NVA“ Zeitung. Text und Bild war komplett gelogen. Das Gerät ist ein elektronischer Schießapparat ohne scharfe Munition und wurde vor die Baracke der 4. Kompanie des Grenzregimentes 35 geschleppt, um „Waffenbrüder in Aktion“ zu zeigen.


Wenn man mich dann später gefragt hatte, ob ich an der Berliner Mauer geschossen hatte, konnte ich antworten „Ja mit einer Praktika und einem 300er Teleobjektiv öfter, mit der Kalaschnikow nie!“.

Hobby Foto

Zu meinem Fotohobby musste ich „AGITPROP“ Agition-Propaganda-Fotos für die Regimentswandzeitungen liefern.

Zum Beispiel sowas: „Max Clausen,
Max Clausen

der Funker des sowjetischen Spions Richard Sorge in Tokio“

Schu vom Brandenburger Tor

….oder amerikanische Panzer im Tiergarten hinter dem Brandenburger Tor:
Foto, aufgenommen mit Teleobjektiv vom Dach des Brandenburger Tores. ((Das Foto, (um 1961) ist nicht von mir, ich habe es im Stab des Grenzregimentes 35 „kopiert“))

Mit solchen Veranstaltungen (Weihnachtsfeier 1966):

Kaltes Buffes
hat man versucht uns Soldaten bei „Stimmung“ zu halten. Dazu gab es fast wöchentlich einen „Durchhaltebeutel“ (Obst, Süßigkeiten, abgelaufene „Krieg-Einsatzverpflegung“, manchmal Zigaretten) mit den ständigen Hinweisen in den Politveranstaltungen solche dekadente Musik des Feindes nicht zu hören:

Trotz aller Ermahnungen war unsere Stimmung

Entlassungsfeier.
bei der Entlassungsfeier Oktober 1967 im „Heinzelmännchen“ am größten.
Aluchips - DDR Mark
Von sowas konnte 1966/67 ein junger Wehrpflichtiger betrunken werden (12 Glas Bier ). Ein Helles kostete damals 41 Pfennige, ein Pilsner 60 Pfennige. Ein wehrpflichtiger Soldat bekam 80 Mark Sold.Kalter Krieg zu Ende

Nach der Entlassungsfeier im „Heinzerlmännchen„. „Mein Kalter Krieg in Berlin war zu Ende!“……dachte ich.

So um 1981 bekam ich eine Akte beim MFS (Ministerium für Staatssicherheit) in Suhl. Ich war eine „DDR Person mit politisch negativer Einstellung“.

Am 30.08.1989 bekam diese Akte den allerletzten Eintrag. Wahrscheinlich weil ich um diese Zeit wie viele Tausende Menschen in der DDR nicht mehr die Klappe hielt. Das Papier in der Dienststelle des Ministeriums für Staatssicherheit hat nicht mehr gereicht…..Es ging wirklich zu Ende mit dem „Kalten Krieg“!

Kopie BStU

© 2012 Richard Hebstreit

Mein Beitrag zu BlackBox Kalter Krieg – Ich bin rhebs – auf Qype

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