Qype: EnBW Showroom in Berlin


Berlin

STROM ZUM LACHEN  und HUSCHEMUMU

Mehrfach bin ich am Schiffbauerdamm 1 gleich neben den fetten Adlern auf der Weidendammer Brücke vorbei gestromert. Gestern war Vernissage! Als ein streng blickender Sicherheitsmensch begeisternd in einen überaus voluminösen Ausschnitt einer Dame schielt, bin ich mit einer uralten Paparazzimethode rein. (Wenn mehrere Menschen einen Raum verlassen, wird ein Einzelner nie wahrgenommen, der in die entgegengesetzte Richtung geht.) Es sind rund 100 Gäste im Vorraum der Bildergalerie mit dem neuen Thema „Energie im Spiegel der Karikatur“. Die sehenswerten Karrikaturen schaut sich kaum jemand an, die Gäste interessieren sich für das fullminante Buffet, dessen Geschmacksgranaten sekundlich auf den Zungen der Gäste explodieren. Alle verdrehen vor lauter Verzückung die Augen. Durch meine Augen gehen erst mal alle Karrikaturen, die mir ein deutliches Grinsen in meinem Gesicht bescheren. Da erwischt mich der nicht grinsende Sicherheitsmensch – ich sehe nicht aus wie ein Gast. Ich sehe aus wie ein Chlochard, mit ausgebeulten verwaschenen Hosen, ausgelatschten Turnschuhen und unrasiert zwischen all den feingewandeten Gästen. Meine riesige Kamera und mein Presseausweis retten mich, das ich nicht sofort im hohen Bogen wieder raus fliege. Frau Färber, die Macherin des Showrooms der EnBW lässt mich verweilen und verspricht mir sogar, mich auf die Presseliste kommender Kunst-Aktionen zu setzen. Ich verspreche was zu knipsen und was zu texten.

Als ich die Veranstaltung verlasse, muss ich wieder grinsen. Diesmal ist es die Erinnerung an meine früheren jugendlichen künstlerischen Aktivitäten in Sachen Elektritzität. Für eine Wandklapplampe zu DDR-Zeiten für IKEA war ich auf die Idee gekommen, am Rande des Blechdeckels der Lampe schmale Schlitze ein zu stanzen, damit das Licht effektiver gestreut werden kann. Diese Lampe bekam bei uns Formgestalter den Spottnamen „BB = Barchfelder Beischlaflicht“. Denn, klappte man die Lampe hoch, ging das komplette Licht der E24 Glühbirne nach unten zum Beispiel zum Lesen. Klappte man die Lampe runter, ging das Licht nach oben und erzeugte indirektes Licht, eine sogenannte Huschemumu Beleuchtung. Das Wort Huschemumu ist so alt, das es das nicht mal bei Google im Internet gibt. Nun gibt es das Wort wieder und sollte in ein -zwei Monaten bei Google zu finden sein.

Ein Konzern, der sich mit Licht beschäftigt, sollt dieses Wort kennen!

© 2013 Richard Hebstreit

Mein Beitrag zu EnBW Showroom – Ich bin rhebs – auf Qype

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