Archiv der Kategorie: Handystory

CC FOTOS: InnoTrans 2012 – 9.Internationale Fachmesse für Verkehrstechnik


CC FOTOS: InnoTrans 2012

9.Internationale Fachmesse für Verkehrstechnik

Dieses Plakat meiner Altvorderen zum Thema innovative Transporttechnologie der Bahnspediteure um 1912 animierte mich  auf der InnoTrans 2012 innovative  Neuheiten  zu fotografieren:

spedition-hebstreit-poster
Foto: © Richard Hebstreit

Die Innovation ist hier, dass es kein Güterwagen ist, den der Transportteufel mit den Reichsbahnflügeln auf dem Rücken trägt, sondern quasi ein  „Container“, der als Möbelwagen eines Bahnspediteurs auf den Tafelwagen/Palettenwagen der Reichsbahn geladen und transportiert wurde. Dann hat man diesen  „Container“ nach der Methode „Straße-Schiene-Straße“  schon zu Kaisers Zeiten mit Pferden von Haus zu Haus transportiert.  Malcolm McLean aus den USA muss dieses Werbeplakat wohl gesehen haben.
Der wesentliche Beleg für die Erfindung des Containers ist die belegte  Aufschrift auf dem Poster: „Transporte von Haus zu Haus ohne Umladung“!
Spaß beiseite, aktuelle Fotos von gleichrangigen Innovationen der schienengebundenen Transportwirtschaft gibt es in den nächsten Tagen hier:

(cc) – Fotos InnoTrans 2012 bei flickr!

cc flicker fotos

flickr – Fotos

Qype: Stiftung Plakat OST in Berlin


BerlinDienstleistungenAllg. Dienstleistungen

Vorweg, 

politisch gefiel vielen das Land DDR, in dem auch ich ich viele Jahre gelebt hatte nicht so wirklich! Doch, viele Plakate gefielen mir wie vielen anderen manchmal täglich. Ich, wie viele andere hatte sie oft zu Hause aufgehangen. In der Garage, im Wohnzimmer und sogar in der Toilette. Dort hing das Plakat vom Konzert von „Chris Barber and his Jazzman“ oder „Die Ferien des Monsieur Hulot“ von 1978.Wie haben die Grafiker das damals nur ohne PC, ohne Indesign, ohne CorelDRAW gemacht, frage ich mich heute manchmal. Bofinger mit seinem Humor gefiel mir am besten. Seit 2006 ist Manfred Bofinger nicht mehr unter den Lebenden. Seine lustigen, humorvollen Grafiken sind noch da! Zu sehen noch unter der Linden 40, 2. Etage, täglich 11:00-19:00 Uhr, Eintritt 5,00 Euro.

BERKLEBT

Sehenswert ist das nicht nur für ehemalige DDR Bürger, sondern auch für junge Leute, für Touris und besonders auch für die „Westberliner“. Die hatten manchmal die Plakate der DDR-Berliner Bühnen auch in Westberlin an den Werbe-Säulen gesehen. Nun sind sie wieder da. Viele interessante Plakate aus der DDR. Nicht nur platte DDR-Propaganda, sondern auch pfiffige linke Propaganda, wertvolle pädagogische Plakate, die Eltern animierte, ihren Kindern Streichhölzer dringendst vorzuenthalten.  Viel Plakate sind aus dem Umfeld Kunst, Theater/Bühne Design.
Ein wenig seltsam ist nur das Plakat zur Ausstellung mit dem Titel „Plakate aus der DDR ÜBERKLEBT“.   Das Plakat muss aber erklärt werden. Kaum jemand vom Zufälligkeitspublikum der Straße unter den Linden verirrt sich in die 2.Etage. Ungeschickt hängt dazu noch ein „Erklärungszettel“ über dem Plakat, ein knallgelber DIN A4 Zettel  mit dem Text: „Plakatausstellung Poster-Exibition 2. Etage. Daneben, ein kommerzieller Laden mit viel Andenkenkitsch und einem eigenartigen „Berlin Museum“. Da strömen die Leute aus nah und fern täglich in Massen hinein. Der Grund ist einfach, die Leute vom „Berlin Museum“ können bunte Schaufenster und Werbung. Die Ausstellungsmacher von „ÜBERLEBT!“ „ÜBERKLEBT! „Plakate“ und „aus der DDR“ sehen das alles ein wenig anders.
Hier ist mal ein Plakat zur Ausstellung von mir:Plakate aus der DDR

© 2012 Richard Hebstreit

Mein Beitrag zu Stiftung Plakat OST – Ich bin rhebs – auf Qype

Qype: Mobilcom Debitel Shop Berlin-Charlottenburg in Berlin


mobilcom-debitel Shop Berlin-Charlottenburg
mobilcom-debitel Shop Berlin-Charlottenburg

BerlinShoppingHandy

Mobilcom Debitel – nixphone

Einen uralten Handy Vertrag habe ich mal bei der Debitel abgeschlossen. Am 22.09.1995 war das. So alle zwei Jahre habe ich den Vertrag verlängert. Gab nie Probleme. War immer alles paletti! Mal mit neuem Handy, mal ohne. Nun, war es mal wieder soweit. Am 01.02.2011 habe ich den Vertrag im mobilcom-debitel Shop Berlin Charlottenburg (Händlernummer 10121) verlängert mit einer Tarifänderung “SuperFlat Internet Wochenende mit Handy 10”. (Der Laden ist im GRAVIS Pool und laut Außenwerbung Apple authorisiert “Authorised Reseller” “Jetzt hier Apple Produkte”. Auf der Internetseite von GRAVISwirbt man mit: “Das GRAVIS Prinzip: Alle Produkte sind zum Anfassen und Ausprobieren”)

Dazu wollte ich Apple iPhone 4 (8GB) black Vodafone. Das wäre nicht im Laden, bekomme ich die Auskunft, es werde mir aber umgehend zugeschickt. Bis Freitag! Da habe ich da unterschrieben mit einer einmaligen 99,00 Euro Zuzahlung.

Freitag kommt die neue Micro-Sim Karte. Kein iPhone 4. Ich rufe im Laden an und erhalte Auskunft, iPhone 4 wäre abgeschickt, erhalte es eventuell Montag, den 06.02.2012. Montag kein iPhone 4 . Ich rufe im Laden mobilcom-debitel Shop Berlin Charlottenburg, Tauentzienstraße 2, 10789 Berlin an und möchte gerne die Trackingnummer des Versandvorganges haben. Bekomme Auskunft, die dürfte man mir am Telefon nicht geben und erhalte eine kostenpflichtige Servicenummer 0180 5022240. Dort rufe ich an und bekomme freundliche Auskünfte das man nichts weis von einer Trackingnummer, man sei nicht befugt und nur technisch zuständig und ich werde an “Zuständige” weiter verbunden. Nach einiger Zeit im kostenpflichtigen Service bekomme ich die Auskunft, dass die zuständigen Mitarbeiter derzeit nicht erreichbar sind, man würde aber gerne den Vorgang weiter geben, ich bekäme dann per SMS oder e-Mail Tracking Nummer zugeschickt.

Dienstag rufe ich wieder im Laden wegen der Trackingnummer an. Ergebnis, die Nummer erhalte ich nicht per Telefon, sondern nur persönlich im Laden. Heute war ich im Laden. Trackingnummer abholen. Ergebnis, es gibt keine Trackingnummer, es hat nie eine gegeben, weil kein Handy abgeschickt wurde. Apple iPhone 4 (8GB) black ist zur Zeit nicht lieferbar.

“Gut”, sage ich mit meiner engelsgleichen Engelsgeduld. “Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten. 1. Ich bekomme sofort ein anderes Handy, zB. von LG, was im Laden an der Wand hängt oder ich storniere 2. sofort die Vertragsverlängerung!”.

Ein Mitarbeiter im Laden telefoniert mit irgendjemand, der bestätigen kann oder soll, das man mir ein anderes Handy aushändigt. “Es geht nicht, sofort”, ist die nächste Auskunft, man würde mir das LG Handy aber gerne zuschicken.

Darauf lasse ich mich aus vorerlebten Gründen nicht ein und bekomme auf weiteres Nachfragen, dass das LG auch nicht per Versand lieferbar wäre.

Ich storniere sofort mündlich die Vertragsverlängerung vom 01.02.2012 und lasse es mir mit heutigem Datum 08.02.2012 schriftlich bestätigen, wo formuliert wird, das ich per Mail eine Antwort erhalte. Dann könne ich wieder in das Geschäft kommen und erhalte sofort ein anderes Handy zu meiner Verlängerung des Vertrages.

Neugierig kletter ich gegenüber in das KaDeWe in die 5. Etage, da gibt es einen einzigen Handystand einer anderen Telefongesellschaft. Das olle Apple iPhone 4 (8GB) black könnte ich sofort dort mit nehmen, mit einem Zweijahresvertrag und monatlichen Grundkosten von 29,99 Euro inklusive Internetflat.

Fortsetzung folgt!

© 2012-02-08 Richard Hebstreit

Mein Beitrag zu Mobilcom Debitel Shop Berlin-Charlottenburg – Ich bin rhebs – auf Qype

Goldräuber und Schlitzohren


Eine Story über Kleinkriminelle in der DDR

Sargdeckel„Lass die Finger davon“ sagte Werner, als ich wieder mal kleinkriminelle Ambitionen hatte, meine Schatzsuche außerhalb meines bisherigen Wirkungskreises aus zu weiten. „Gold geht schon mal gar nicht, das bekommst du hier nicht sicher los. Das ist so, wie wenn du im Keller der Staatsbank einen Goldbarren besorgst und den Barren in den oberen Etagen wieder zu verkaufen versuchst. Die DDR ist ein Hochsicherheitstrakt wie die Staatsbank, die eigentlich keinen Tresor mehr bräuchte!“ Werner hatte recht wußte ich, als er mir erzählte, wie der Zahngoldraub von Bad Salzungen 1970 aufgedeckt wurde. Im VEB Bergbau- und Hüttenkombinat Albert Funk, wohin die Abrechnungsnachweise für den Ankauf von Gold-haltigen Materialien geschickt wurden, saß ein Informant,

Goldräuber und Schlitzohren weiterlesen

OSTERHASENBRATEN „MARINA“


Osterhasenbraten Marina Fließendes Wasser und Duschen für fast alle gibt es noch nicht sehr lange. So vor Hundert Jahren ging das erst für die Oberschicht los. Vorher hat man sich kaum gewaschen und wenn, dann mit einer Schüssel. Dazu gab es noch einen Waschwasserkrug. Ein Relikt dieser Waschprozeduren waren sogenannte Waschhocker. Ein kleiner Hocker, wo man den Sitz hoch klappen konnte und darunter befand sich eine rechteckige Emaille Schüssel  und manchmal auch eine Vorrichtung, wo sich die Seife, oft ein Stück Kernseife befand.

So ein Ding aus dem Anfang der fünfziger Jahre schleppen Klaus und Jana Bölcke aus dem Haushalt der einen Oma mit in ihre neue Wohnung in Halle Neustadt kurz vor Ostern 1969. Beide haben jung ein Jahr vorher mit 18 geheiratet und vom Hasenbraten braten absolut keine Ahnung. Im Kinderzimmer kräht ein 2 Monate alter Säugling und in der Küche liegt ein fetter Drei-Kilo Stallhase aus dem Konsum in braunem Packpapier.

Aber nun mal noch eine Weile mit dem Waschhocker weiter. Der war nämlich ganz praktisch. Manchmal, wenn ich beiden Bölckes besuchte, saß Rainer vor dem Fernseher und badete seine schwarzen Füße. Die Füße waren oft schwarz, weil er als Dreher in Leuna Graugußteile drehte und schwarzer Graphitstaub seine Füße schön gleichmäßig schwärzte. Erst nach einem halbstündigem feierabendlichen Fußbad vor dem Schwarz/Weiß-Fernseher konnte man das Zeug mit einer Wurzelbürste ab schrubben. Das geschah in der rechteckigen Waschschüssel, welche dazu einfach aus dem Hocker entnommen wurde.

Da beide keine Waschmaschine hatten, wurden anschließend die voll gekackten Windeln von ihrem kleinen Scheißer in der Waschschüssel auf dem Gasherd gekocht. Das war praktisch, denn der Hocker stand immer in einer Ecke der kleinen Einbauküche.

Eine große Bratschüssel befand sich nicht in ihrem Haushalt und da war beim ersten Hasenbraten im gemeinsamen Haushalt die rechteckige Schüssel auch außerordentlich geeignet.
Wie gesagt von Hasenbraten braten hatten beide keine Ahnung und ein Kochbuch hatten sie auch nicht. Also wurde mit dem Hasen auch 3 Würfel Marina Margarine im Konsum gekauft und die 3 Margarinewürfel landeten mit 2 verschrumpelten Äpfeln und 10 Zwiebeln in der Emailleschüssel. Diese Kalorienbombe schoben sie dann am 06. April früh um Sieben in die Bratröhre.

Ich war mit meiner Frau von beiden zum Osterschmaus eingeladen. Wir waren gegen 12 Uhr pünktlich da und wickelten eine Flasche Grauer Mönch aus dem tristen Konsumeinwickelpapier.
In diesem Moment gab es in der Küche eine Explosion und vor uns auf dem Flur lag ein leichenblasser zerfetzter Hase und eine schwarz-braunrandige Waschhockerschüssel. Das Nachfragen brachte die Ursache zu Tage. Klaus hatte irgendwo mal gehört, das Speisen, welche mit Alkohol übergossen wurden, besonders gut schmecken. Also hatte Klaus eine halbe Flasche Sechzig Prozentigen Deputatschnaps auf den Hasen geschüttet. Der Alkohol war verdunstet und irgendwann, beziehungsweise als wir den Wein aus wickelten machte es Bummmmm!

„Die schöne, schöne Margarine“ sagte erschrocken Jana stolz. „Extra 3 Würfel Margarine!“ hätte sie zum Braten des Hasen genommen „Damit er schön zart wird!“.
Inzwischen war auch die Feuerwehr eingetroffen, welche besorgte Nachbarn fernmündlich bestellt hatten und lauschten andächtig dem Rezept. „3 Würfel Margarine,2 Äpfeln und 10 Zwiebeln und eine halbe Flasche Kumpeltod“.

Die Feuerwehrleute hatten Tränen vor Lachen in den Augen. Inzwischen ist Jana in der Küche auf der Hasenfett-Margarine Schmiere ausgerutscht und hat sich den linken Arm gebrochen. Dem Roten Kreuz Sanitätern wurde dann das Rezept auch noch einmal erzählt. „3 Würfel Margarine, 2 Äpfeln und 10 Zwiebeln und eine halbe Flasche Kumpeltod“.

Klaus ist mit Jana ins Krankenhaus gefahren und wir haben den Wein und das Baby  mit nach Hause genommen und haben uns 2 Eier in die Pfanne gehauen. Ohne Äppel, ohne Zwiebeln ohne Margarine. Als wir die Spiegeleier verputzen, schrie das Baby wie am Spieß. Es war nichts passiert. Die Windeln vom Baby Marina  waren voll.
© rhebs 2010

Zeitreise nach 1928


PorzellanschildIch sitze anfangs ein wenig müde in sowas wie einem Fahrzeug. Rechts ist ein breites Fenster  wie ein Breitwandbildschirm. Links ist eine strahlend blaue Wand. Die Stirnseite und Rückseite sind schwarz. Das Fahrzeug schwebt an Szenen vergangener Jahre vorbei, die ich nicht kenne. Plötzlich schwebt die Ansicht meines Hauses, das ich von meinem Großvater geerbt hatte vorbei. Nachdem die Szene mit dem Haus fast vorbei geschwebt ist, sage ich „halt! und hüh!“ und steige aus dem komischen Fahrzeug aus. Ich bin im Jahr 1928 weis ich aus unerklärlichen Gründen. Es leuchtet um mich herum wie bei einem überbelichteten Foto.  Nach heutiger Sicht seltsam gekleidete Menschen laufen herum. Das Haus ist vor vier Jahren gebaut, also 1924. Um das Haus stehen im Vorgarten kleine Birken und kleine Akazien.

Zeitreise nach 1928 weiterlesen

Eins von 300 – Parkplatz


Excelsiorhaus

Was für ein dämlicher Titel „Eins von 300“ Hier die Pointe, damit man nicht mehr weiter zu lesen braucht. Man kann sich nun die ganze Geschichte sparen. Sparen, was ich in einem Haus von 300 Häusern erlebt habe und wohl noch erleben werde. Das Haus steht in Berlin und ist ein Hochhaus. 300 Häuser gibt es in Berlin und in einem dieser Häuser lebe ich. Es ist ein Bau aus dem Jahre 1970 mit insgesamt 16.992 Quadratmeter Gebäude- und Freiflächen. Vier Türme mit 17, 9, 5 und 3 Etagen. „Das Objekt hat eine gemischte Nutzung mit ca. 30% Gewerbe und ca. 70% Wohnungen.  Die Wohnungen bestehen aus Ein-, Zwei-, und Drei-Zimmer-Einheiten und beanspruchen die Etagen 3 bis 17 der Hochbauten. Das Gebäude, in dem ich wohne, ist das sicherste Gebäude in Berlin. 3000 Menschen kann der Bunker unter dem Excelsiorhaus bei einem Atomkonflikt aufnehmen. Ich lebe bombensicher!