Archiv der Kategorie: Reportage

„the wallstreet tricks“


REINFALL!

Ich bin neulich  auf einen  Beitrag über die „Macher“ der „DER WALLSTREET TRICKS“ gestoßen. Am 19.06.2012 im Seminarraum in Berlin Mitte/Langenbeck-Virchow-Haus, war ich beim Dreh des WERBEIMAGEFILMS mit dem Arbeitstitel „Trader Plan“ als Schauspieler/Werbeprotagonist mit Text dabei. Rolle „Erfolgreicher Protagonist des Trading Planes“. Gage sollte  90,00 Euro Brutto sein. Die Gage für den Werbeimagefilm/Dreh der PR Medien e.U./ Wien, Paris Reithofen wurde nicht bezahlt. Zwei Kollegen, mit denen ich Kontakt hatte, bekamen auch nichts. Keine Erreichbarkeit der Produktionsfirma PR Medien e.U./ Wien per Telefon und auch keine Rückantworten per Email. Eine Rechnung von 500 Euro für die Property-Filmrechte wurde dem Langenbeck-Virchow-Haus auch  noch nicht vergütet.

Die Produktionsfirma des Drehs ist nicht im Internet zu finden. Paris Reithofen ist zwar im Internet existent, aber verborgen. Ich habe nicht aufgepasst – weil so eine niedrige Gage mit Text für einen Werbefilm eigentlich verdächtig sein sollte. Mein Agent, Igor P.,der CIA-Agentur, der mich da rein gebracht hat, ist mit den Schauspielern und Komparsen, die er vermittelt hatte, wohl selber reingefallen. Er bekam nach seiner Auskunft von der PR MEDIA eU Produktion keinen Cent der Gagen.

Den Text den ich für „wallstreet tricks“ spreche, ist geskriptet und unwahr. Ich bin der Rentner Richard Hebstreit (www.rhebs.de) und nicht Herbert Krosswang. (http://www.youtube.com/watch?v=xWgV_QKhsq4)

Ich war zwar naiv und dusselig genug, diesen komischen Job als Werbetyp an zu nehmen, aber ich vermöge mich auch im Internet  zu wehren, in dem ich jeden, der das Herbert Krosswang – Video sieht, auffordere diese von mir gesprochene Werbeaussage nicht ernst zu nehmen. Es ist eine unfaire Werbemanipulation, von der ich mich hiermit ausdrücklich distanziere!

Ich bin nicht Herbert Krosswang, ich bin Richard Hebstreit……

…….und habe absolut keine Lust einen Beitrag zu leisten, Menschen im Internet mit unwahren Identitäten und unwahren Werbeaussagen zu manipulieren!

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CC FOTOS: InnoTrans 2012 – 9.Internationale Fachmesse für Verkehrstechnik


CC FOTOS: InnoTrans 2012

9.Internationale Fachmesse für Verkehrstechnik

Dieses Plakat meiner Altvorderen zum Thema innovative Transporttechnologie der Bahnspediteure um 1912 animierte mich  auf der InnoTrans 2012 innovative  Neuheiten  zu fotografieren:

spedition-hebstreit-poster
Foto: © Richard Hebstreit

Die Innovation ist hier, dass es kein Güterwagen ist, den der Transportteufel mit den Reichsbahnflügeln auf dem Rücken trägt, sondern quasi ein  „Container“, der als Möbelwagen eines Bahnspediteurs auf den Tafelwagen/Palettenwagen der Reichsbahn geladen und transportiert wurde. Dann hat man diesen  „Container“ nach der Methode „Straße-Schiene-Straße“  schon zu Kaisers Zeiten mit Pferden von Haus zu Haus transportiert.  Malcolm McLean aus den USA muss dieses Werbeplakat wohl gesehen haben.
Der wesentliche Beleg für die Erfindung des Containers ist die belegte  Aufschrift auf dem Poster: „Transporte von Haus zu Haus ohne Umladung“!
Spaß beiseite, aktuelle Fotos von gleichrangigen Innovationen der schienengebundenen Transportwirtschaft gibt es in den nächsten Tagen hier:

(cc) – Fotos InnoTrans 2012 bei flickr!

cc flicker fotos

flickr – Fotos

Qype: Stiftung Plakat OST in Berlin


BerlinDienstleistungenAllg. Dienstleistungen

Vorweg, 

politisch gefiel vielen das Land DDR, in dem auch ich ich viele Jahre gelebt hatte nicht so wirklich! Doch, viele Plakate gefielen mir wie vielen anderen manchmal täglich. Ich, wie viele andere hatte sie oft zu Hause aufgehangen. In der Garage, im Wohnzimmer und sogar in der Toilette. Dort hing das Plakat vom Konzert von „Chris Barber and his Jazzman“ oder „Die Ferien des Monsieur Hulot“ von 1978.Wie haben die Grafiker das damals nur ohne PC, ohne Indesign, ohne CorelDRAW gemacht, frage ich mich heute manchmal. Bofinger mit seinem Humor gefiel mir am besten. Seit 2006 ist Manfred Bofinger nicht mehr unter den Lebenden. Seine lustigen, humorvollen Grafiken sind noch da! Zu sehen noch unter der Linden 40, 2. Etage, täglich 11:00-19:00 Uhr, Eintritt 5,00 Euro.

BERKLEBT

Sehenswert ist das nicht nur für ehemalige DDR Bürger, sondern auch für junge Leute, für Touris und besonders auch für die „Westberliner“. Die hatten manchmal die Plakate der DDR-Berliner Bühnen auch in Westberlin an den Werbe-Säulen gesehen. Nun sind sie wieder da. Viele interessante Plakate aus der DDR. Nicht nur platte DDR-Propaganda, sondern auch pfiffige linke Propaganda, wertvolle pädagogische Plakate, die Eltern animierte, ihren Kindern Streichhölzer dringendst vorzuenthalten.  Viel Plakate sind aus dem Umfeld Kunst, Theater/Bühne Design.
Ein wenig seltsam ist nur das Plakat zur Ausstellung mit dem Titel „Plakate aus der DDR ÜBERKLEBT“.   Das Plakat muss aber erklärt werden. Kaum jemand vom Zufälligkeitspublikum der Straße unter den Linden verirrt sich in die 2.Etage. Ungeschickt hängt dazu noch ein „Erklärungszettel“ über dem Plakat, ein knallgelber DIN A4 Zettel  mit dem Text: „Plakatausstellung Poster-Exibition 2. Etage. Daneben, ein kommerzieller Laden mit viel Andenkenkitsch und einem eigenartigen „Berlin Museum“. Da strömen die Leute aus nah und fern täglich in Massen hinein. Der Grund ist einfach, die Leute vom „Berlin Museum“ können bunte Schaufenster und Werbung. Die Ausstellungsmacher von „ÜBERLEBT!“ „ÜBERKLEBT! „Plakate“ und „aus der DDR“ sehen das alles ein wenig anders.
Hier ist mal ein Plakat zur Ausstellung von mir:Plakate aus der DDR

© 2012 Richard Hebstreit

Mein Beitrag zu Stiftung Plakat OST – Ich bin rhebs – auf Qype

62. Internationale Filmfestspiele Berlin – Nebenbetrachtungen


Betrachtungen von der Seite 2  (09.02.2012)

Mann mit KlapphockerEin Mann läuft durch Berlin mit einem Klapphocker an einem Rucksack. Keiner macht sich Gedanken, „Wozu braucht man einen Klapphocker?“. Die Losung ist einfach. Es ist ein Fotograf, der am „Roten Teppich“ fotografiert. In Berlin, bei den 62. Filmfestspielen. Es gibt Fotografen, denen reicht ein simpler Klapphocker nicht. Die fahren andere Geschütze auf. Aluminiumleitern und stabile Schlösser. Die werden an der Hintereingängen verschiedener Hotels deponiert. Dazu wissen sie, wann ungefähr ein PROMI vor den Leitern erscheint. Dann wird denen mit lichtstarken Objektiven aufgelauert

fotografenleitern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

… So wie bei der Filmproduktion getrixt wird, wird auch rund um die Fimfestspiele von Beteiligten und Unbeteiligten getrixt.

 

Marie-Luise Marjan denkt das ist die Einlasskontrolle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marie-Luise Marjan denkt hier, das ist die Einlasskontrolle und zückt ihre Karte, mit der sie normalerweise überall hinein kommt. Problem nur ist, der junge Mann mit der Leuchtweste ist ein Protestierender, der Flyer gegen den Flughafen „Berlin Brandenburg“ verteilt.

 

Klaus Lemke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klaus Lemke, ein Intependend Regisseur und Produzent ist sauer. Sein neuster Film „BERLIN FÜR HELDEN“ wird nicht auf der Berlinale gezeigt. Klaus Lemke protestiert mit dem Schild „KOSSLIK raus HELDEN rein“. Er meint, Dieter Kosslick weigert sich seinen neuen Film „BERLIN FÜR HELDEN“ auf der Berlinale zu zeigen. Klaus Lemke O-Ton: „Kosslik ist ein netter Mann, er soll aber lieber ein Kochshow halten“ .Klaus Lemke protestiert gegen die staatliche Filmförderung, gegen Kosslik, gegen…“ KLaus Lemke macht GuerilliaMarketing mit seiner Aktion, um seinen neuen Film zu promoten.

Infos:

http://blog.daremag.de/2011/11/das-regieme-lemke/
http://www.filmportal.de/person/klaus-lemke_8e82555424b341ceb37fdea0ff361652
http://www.heinrichplatz.tv/

bmw lounge

Überall gibt es Lounges, die bei manchen Einladungen als „Hotspots“ deklariert werden. Hier die BMW-Lounge im  Hyatt Hotel in der ersten Etage. Darunter gibt es die ZDF Lounge.

Ticket

Wer ein Ticket hat, zeigt es stolz der Einlasskontrolle, der eventuell  kein offizielle Einlasskontrolle ist.  Der sagt dann, er müsse die Echtheit der Karte kontrollieren und ist mit der Karte auf Nimmerwiedersehen durch den offiziellen Durchlass verschwunden. Das ist der mieseste Trick an eine Karte ran zu kommen. 

Wer kein Ticket hat, versucht mit den unterschiedlichsten legalen Methoden ein Ticket zu erhaschen. So zum Beispiel mit dem Zettel „Suche Karte“:

 

...oder man versucht es mit einem selbst gestrickten Berlinale Schal

 

Internationale Filmfestspiele Berlin – Die Nummer 62!


Betrachtungen von der Seite 1

Berlinale Palast Roter Teppich
Berlinale Palast, Roter Teppich

Nicht sehr weit vom Potsdamer Platz wohne ich. Fußläufig sozusagen. Die Internationalen Filmfestspiele Berlin, die Nummer 62 beginnt heute. Der Rote Teppich für die Eröffnung ist fertig gelegt für den Eröffnungsfilm „Les adieux à la Reine„. (18.00-19.30 Uhr, Roter Teppich)

395 Filme in 866 Vorführungen werden in den nächsten Tagen in Berlin gezeigt. Ich als „Oparazzi“ habe keine sehr große Lust bei Minustemperaturen am Roten Teppich zu fotografieren. Ich fotografiere am Rande herum und nenne meinen Text und die Fotos dazu: „Betrachtungen von der Seite“!

Am 05.02. um 19.00 Uhr standen im Einkaufszentrum Potsdamer Platz Arkaden die ersten Filmfans an, weil am am 06.02. um 10.00 Uhr der Kartnenvorverkauf öffnet. Eine Frau, die dort ihre Campingmatte samt Schlafsack ausgerollt hatte, meinte, „Seit gestern wartet die erste da vorne schon am Kartenschalter!“ Über sich hatte sie wie ein Altarbild ein Foto von Shahrukh Khan deponiert

Alle Wartenden waren bewaffnet mit dem BERLINALE JOURNAL, und dem Programm, das dort in verschieden Regalen kostenfrei ausliegt.

Programm Journal

PROGRAM und JOURNAL

Qype: Mobilcom Debitel Shop Berlin-Charlottenburg in Berlin


mobilcom-debitel Shop Berlin-Charlottenburg
mobilcom-debitel Shop Berlin-Charlottenburg

BerlinShoppingHandy

Mobilcom Debitel – nixphone

Einen uralten Handy Vertrag habe ich mal bei der Debitel abgeschlossen. Am 22.09.1995 war das. So alle zwei Jahre habe ich den Vertrag verlängert. Gab nie Probleme. War immer alles paletti! Mal mit neuem Handy, mal ohne. Nun, war es mal wieder soweit. Am 01.02.2011 habe ich den Vertrag im mobilcom-debitel Shop Berlin Charlottenburg (Händlernummer 10121) verlängert mit einer Tarifänderung “SuperFlat Internet Wochenende mit Handy 10”. (Der Laden ist im GRAVIS Pool und laut Außenwerbung Apple authorisiert “Authorised Reseller” “Jetzt hier Apple Produkte”. Auf der Internetseite von GRAVISwirbt man mit: “Das GRAVIS Prinzip: Alle Produkte sind zum Anfassen und Ausprobieren”)

Dazu wollte ich Apple iPhone 4 (8GB) black Vodafone. Das wäre nicht im Laden, bekomme ich die Auskunft, es werde mir aber umgehend zugeschickt. Bis Freitag! Da habe ich da unterschrieben mit einer einmaligen 99,00 Euro Zuzahlung.

Freitag kommt die neue Micro-Sim Karte. Kein iPhone 4. Ich rufe im Laden an und erhalte Auskunft, iPhone 4 wäre abgeschickt, erhalte es eventuell Montag, den 06.02.2012. Montag kein iPhone 4 . Ich rufe im Laden mobilcom-debitel Shop Berlin Charlottenburg, Tauentzienstraße 2, 10789 Berlin an und möchte gerne die Trackingnummer des Versandvorganges haben. Bekomme Auskunft, die dürfte man mir am Telefon nicht geben und erhalte eine kostenpflichtige Servicenummer 0180 5022240. Dort rufe ich an und bekomme freundliche Auskünfte das man nichts weis von einer Trackingnummer, man sei nicht befugt und nur technisch zuständig und ich werde an “Zuständige” weiter verbunden. Nach einiger Zeit im kostenpflichtigen Service bekomme ich die Auskunft, dass die zuständigen Mitarbeiter derzeit nicht erreichbar sind, man würde aber gerne den Vorgang weiter geben, ich bekäme dann per SMS oder e-Mail Tracking Nummer zugeschickt.

Dienstag rufe ich wieder im Laden wegen der Trackingnummer an. Ergebnis, die Nummer erhalte ich nicht per Telefon, sondern nur persönlich im Laden. Heute war ich im Laden. Trackingnummer abholen. Ergebnis, es gibt keine Trackingnummer, es hat nie eine gegeben, weil kein Handy abgeschickt wurde. Apple iPhone 4 (8GB) black ist zur Zeit nicht lieferbar.

“Gut”, sage ich mit meiner engelsgleichen Engelsgeduld. “Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten. 1. Ich bekomme sofort ein anderes Handy, zB. von LG, was im Laden an der Wand hängt oder ich storniere 2. sofort die Vertragsverlängerung!”.

Ein Mitarbeiter im Laden telefoniert mit irgendjemand, der bestätigen kann oder soll, das man mir ein anderes Handy aushändigt. “Es geht nicht, sofort”, ist die nächste Auskunft, man würde mir das LG Handy aber gerne zuschicken.

Darauf lasse ich mich aus vorerlebten Gründen nicht ein und bekomme auf weiteres Nachfragen, dass das LG auch nicht per Versand lieferbar wäre.

Ich storniere sofort mündlich die Vertragsverlängerung vom 01.02.2012 und lasse es mir mit heutigem Datum 08.02.2012 schriftlich bestätigen, wo formuliert wird, das ich per Mail eine Antwort erhalte. Dann könne ich wieder in das Geschäft kommen und erhalte sofort ein anderes Handy zu meiner Verlängerung des Vertrages.

Neugierig kletter ich gegenüber in das KaDeWe in die 5. Etage, da gibt es einen einzigen Handystand einer anderen Telefongesellschaft. Das olle Apple iPhone 4 (8GB) black könnte ich sofort dort mit nehmen, mit einem Zweijahresvertrag und monatlichen Grundkosten von 29,99 Euro inklusive Internetflat.

Fortsetzung folgt!

© 2012-02-08 Richard Hebstreit

Mein Beitrag zu Mobilcom Debitel Shop Berlin-Charlottenburg – Ich bin rhebs – auf Qype

Qype: Guardini Gallerie in Berlin


BerlinDienstleistungenAllg. Dienstleistungen

KONKRETES und VISUELLES

Wer kennt schon diese riesige Liste der Dichter der konkreten und visuellen Poesie bei Wikipedia?
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Dichtern_der_konkreten_und_visuellen_Poesie#Deutschland

Ich kannte sie bis heute noch nicht und jetzt kennen sie sie sicher auch! Einen einzigen Dichter kannte ich aus dieser Liste. Christian Morgenstern aus dessen Galgenliedern „Fisches Nachtgesang“ mir unvergesslich war:


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Nun kenn ich auch Stanisław Dróżdż ( 1939 – 2009) durch die Ausstellung „anfangenden“ in der Guardini Galerie am Askanischen Platz gleich neben dem Tagesspiegel.

Momentan das erstbeste in Sachen Kunst, was man am Askanischen Platz gegenwärtig zu sehen bekommt. Am 11. November um 16.00 Uhr und am 12. November um 11.00 Uhr erläutert die Kuratorin Elżbieta Łubowicz die Werke des polnischen Poeten und Konzeptkünstlers Stanisław Dróżdż.

Veranstalter der Ausstellung ist das Kultur- und Kunstzentrum Breslau im Rahmen des Niederschlesischen Festivals der Künste.

„Dróżdż gilt als der wichtigste polnische Vertreter der europäischen Bewegung der Konkreten Poesie. Seit den 1960er Jahren entstanden seine »Pojecioksztalty« (»Begriffsgestalten«) als bild- oder objekthaft visualisierte konkrete Poesie. Deren Ausgangspunkte sind immer kurze Texte oder Wörter von einfachem, elementarem Gehalt.“

Beenden möcht ich meinen Text mit dem Gedicht „Die Trichter“ von Christian Morgenstern, damit mein eventueller Leser einen besseren Zugang zum Werk von Stanisław Dróżdż bekommt. Ob er nach der Rezeption auch so einen Rappel wie ich bekomme, weis ich nicht. Ich sammel jetzt weiße Würfel!

Die Trichter

Zwei Trichter wandeln durch die Nacht.
Durch ihres Rumpfs verengten Schacht
fließt weißes Mondlicht
still und heiter
auf ihren
Waldweg
u.s.
w.

Weitere Informationen:

http://www.guardini.de/guardini/front_content.php?idart=76&idcat=72&changelang=3&id=875
http://www.drozdz.art.pl/

Mein Beitrag zu Guardini Gallerie – Ich bin rhebs – auf Qype

„EXELSIORHAUS – Fenstersturz“


Eine Waschbetonfassade eines 17-stöckigen Stahlbeton-Skelettbaus von 1972 vor der Ruine des Anhalter Bahnhofs in Berlin Kreuzberg. Die Aluminiumdrehfenster verursachten bei mir eine Heizkostennachzahlung , die mein monatliches Bugdet schlicht und einfach sprengten. Weil, im Winter heizte ich durch diese bescheuerten Fenster mit der Wärmedämmung Null halb Berlin.


Gegen 13.00 Uhr am 24.06.2011 drehte im EXELSIORHAUS in der Stresemannstraße 76 in einer oberen Etage ein junger Mann seine Musikanlage bis zum Anschlag des Lautstärkenreglers. Dann packte er eine Umhängetasche und eine Papiertüte. Obenauf in der Papiertüte legt er ein Buch „Nach der Suche nach dem verlorenen Glück von Jean Liedloff. Dt. Übers. von Eva Schlottmann und Rainer Taëni: gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit. Vor dem Hinterhof neben einer Spielhölle legt er die Sachen ab und fährt wieder in seine Etage hoch und beginnt mit dem „Ausräumen“.

An seiner Wohnungstür im Exelsiorhaus steht „ICH BIN LAUT!“.  Am vierundzwanzigsten Juni wurde er, wie gesagt sehr, sehr laut. Zuerst flog ein Farbeimer mit blauer Dispersionsfarbe aus dem Fenster. Dann sporadisch Teile seiner Wohnungseinrichtung. Kühlschrank, Flachbildschirm, PC, Drucker, Handys, Staqubsauger, Blumentöpfe mit Pflanzen. Alles mit Ankündigung. Verletzen wollte er wohl niemand. Eine KFZ- Reparaturwerkstatt oder die Köche eines Italieners der Stresemannstraße alarmieren die Polizei. Als er den Elektroherd aus dem Fenster wuchten wollte, kam das SEK mit Schußwesten um den Bauch und materialischen Helmen. Eine Nachbarin sagt, „Ein freundlicher ruhiger junger Mann, der nach verschiedenen WG´s seine erste Wohnung bezogen hat. Den Kühlschrank hatte er erst ein halbes Jahr.

Irgendwann bekomme ich den Rabatz mit. Schnappe meine Kamera und knipse aus dem Fenster dieses „Ereignis“ auf dem Hof. Ein paar zerschmetterte Elektroteile. „Hoffentlich springt da keiner runter!“ denke ich und denke an eine Erlebnis vor zehn Jahren auf der Halbinsel Stralau in Berlin, wo eine Filmproduzentin aus dem 10. Stock in selbstmörderischer Absicht gesprungen war und von Haselnußbüschen in ihrem Sinne erfolgreich aufgespießt wurde. Knipsen konnt ich das nicht, mir wurde schlecht.

Zum Glück springt niemand aus dem Fenster. Das SEK führt dann den „Täter“ ab und ich stehe zufällig neugierig wie alle anderen nicht ursächlich Beteiligten dabei. Meine Kamera knipst nun fast automatisch im Modus „Sport“ sechs Fotos in der Sekunde. (Ich jobbe manchmal als Pressefotograf) Als ich die Bilder in meinem PC auswerte, bin ich betroffen. Der Blick des jungen abgeführten Mannes zeigt, das er Probleme hat. Welche, kann ich nur raten. Hat er Drogen intus? Hat Freund oder Freundin Schluß gemacht? Ich kann es nach vollziehen. Als ich so jung wie er war, stand ich auch mal auf einer Leiter mit einem Strick um den Hals und wollte springen. Der Text hier beweist, ich bin nicht gesprungen. Mir hat dann jemand geholfen.

Ich weis aus meiner Lebenserfahrung heraus, das dieses „Schmeißen“ von Gegenständen aus dem Fenster ein Hilferuf ist. Nicht mehr und nicht weniger. Wer der Adressat des Hilferufes ist, ist mir unbekannt. Nicht unbekannt sind so Wünsche, mal alles aus dem Fenster zu schmeißen. Fast jeden Tag hab ich den Wunsch, der durch meinen Müllschlucker ausgebremst wird.

Denke da nun an eine alte Sache aus der DDR.  „HGL“ hieß das. „Hausgemeinschaftsleitung“. Ich hab mal im größten Mietshaus der DDR gewohnt. „Halle-Neustadt“, 1.WK (Erster Wohnkomplex) Block 618, Wohnung 235.  Anonym war da trotzdem fast niemand. Man hat sich um jeden gekümmert. Ob der nun wollte oder nicht. Mir ging das damals auf den Geist. Es gab Hausgemeinschaftsräume, in denen oft gefeiert wurde. Das war das „Kümmern“. Es ergab sich automatisch. Mir war das damals zu viel „Kümmern“. Das Exelsiorhaus ist Marktwirtschaft, da wird nix „gekümmert“.  Verwerten von Einraumwohnungen, 1,5 Raum Wohnungen. Es ist praktisch das größte Singlhaus Berlins. Viele Studenten, einige Senioren so wie ich und sonstige seltsame Mieter.

„Die Single-Hauptstadt war jahrelang identisch mit der Bundeshauptstadt. Doch die neuesten Daten weisen Berlin mit einem Singleanteil von 54,3 Prozent nur noch auf Rang zwei aus. Das neue Zentrum der alleinlebende ist Regensburg mit einem Singleanteil der Haushalte von 55,8 Prozent.“

Was kümmert mich Regensburg und die Statistik. Statistisch sind die Singl´s in Regensburg ein Klacks gegen die fast Millionen Singls in Berlin. Und die haben manchmal Probleme, um die sich statistisch keine Sau kümmert! Mich kümmern die wenigen Meter zu zwei S-Bahn Linien in den Norden oder Süden. Nach West und Ost gibt es zwei Bus-Linien. Zum Potsdamer Platz ist man in wenigen Minuten. Eigentlich ist der Askanische Platz das Zentrum von Berlin. Es wissen das nur wenige.

© rhebs 25.06.2011

Qype: designpanoptikum – museum für skurrile objekte in berlin


berlinFreizeit & AusfluegeMuseum und AusstellungFreizeit & AusfluegeGalerienShoppingAntiquitaeten

Eine Phantasietankstelle in Berlin!

Vor vielen Jahren fiel mir ein Buch in die Hand. „Ursprung der Dinge“ von Professor Julius Lips. Der beschrieb da die Kulturgeschichte des Menschen. Um Kultur geht es da aber nicht so vordergründig. Es ging um die Entwicklung der Handwerkszeuge und technischer Hilfsmittel der Menschen seit den Urzeiten. Mit den Entwicklungsstand von vor ca. tausend Jahren hat er aufgehört.

Kindergasmaske
Kindergasmaske

Vlad Korneev hat Dinge aus den letzten hundert Jahren in der Torstraße im Designpanoptikum gehortet. Er präsentiert sie ohne wissenschaftliche Erklärung. Es gibt keinerlei Erklärungen. Dann bringt er die Dinge in völlig neue Zusammenhänge oder verändert Positionen und Perspektiven. Ich, als alter technisch gebildeter Knacker mit den Weihen eines Deutschen Ingenieurs kann mit vielen Sachen was anfangen, weil ich so achtzig Prozent der Sachen erkenne. Doch vieles ist mir auch ein Rätsel. Vieles kann man anfassen, mieten, fotografieren, ja kaufen. Im Eingangsbereich der Exposition lagern die sogenannten „Jungster Antiquitäten“ mit Schwerpunkt 50er, 60er, 70er. Die kann man dort erweben. Ein Nierentisch gibt es für zwischen Vierzig und Hundert Euros.

eiserne Lunge

Gerade jungen Leuten wird vieles dort komisch vorkommen. Komisch ist aber nur das eigene Gehirn, das die Sachen unerklärlich und seltsam definiert. Es ist aber nicht seltsam, das man mit einer dortigen Nähmaschine Zirkuszelte nähen konnte oder Zaumzeug für Pferde vernieten. Es gibt Geräte, da könnte man bei völligem Stromausfall Zahnwurzeln auf bohren. Man braucht nur mit dem Fuß zu wippen. Es gibt Sachen, die brauchte man, um effektiv Leute leise ab zu murksen. Die Formen und der Habitus der Dinge wirken aus der Zeit gerissen. Als betrachtet man rückwärts Utopien von makabren Ereignissen. Alles ist harmlos und sieht trotzdem gruselich aus. Für Gothikfans wäre es praktisch eine Input-Kathedrale neuer Zusammenhänge für zukünftiges Interieur. Für ambitionierte Fotografen, die ein Fable für Andrzej Dragan haben und Fotos „draganized“ trimmen wollen ein Hort, wo man die Filter vom Andrzej fast vergessen kann, um die Welt skuril und angekratzt aussehen zu lassen.

???
???

Die Farben, die Formen der Dinge, alles fand ich herrlich an zu sehen. In jeder Ecke gibt es Überaschungen. Manches mutet ein wenig medizinisch an, doch ist es das immer nicht. Es schaut halt nur so aus. Schade ist, das das alles in Plattenbauenge gestopft ist und die Inszenierungen manchmal ein wenig unübersichtlich sind. Irgendwie ist aber auch die Enge und die niedrige Deckenhöhe der Kick. Ein 18mm Weitwinkelobkektiv sollte man schon dabei haben und ein Stativ, um das irre Licht der Dinge ein zu fangen.

Manchmal drin dachte ich, ich hab was geraucht oder komische Tabletten gegessen. Scotty hat mich dann wieder komplett und heil auf die Torstraße im Jahr 2011 gebeamt.

Mein Beitrag zu designpanoptikum – museum für skurrile objekte – Ich bin rhebs – auf Qype