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62. Internationale Filmfestspiele Berlin – Nebenbetrachtungen


Betrachtungen von der Seite 2  (09.02.2012)

Mann mit KlapphockerEin Mann läuft durch Berlin mit einem Klapphocker an einem Rucksack. Keiner macht sich Gedanken, „Wozu braucht man einen Klapphocker?“. Die Losung ist einfach. Es ist ein Fotograf, der am „Roten Teppich“ fotografiert. In Berlin, bei den 62. Filmfestspielen. Es gibt Fotografen, denen reicht ein simpler Klapphocker nicht. Die fahren andere Geschütze auf. Aluminiumleitern und stabile Schlösser. Die werden an der Hintereingängen verschiedener Hotels deponiert. Dazu wissen sie, wann ungefähr ein PROMI vor den Leitern erscheint. Dann wird denen mit lichtstarken Objektiven aufgelauert

fotografenleitern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

… So wie bei der Filmproduktion getrixt wird, wird auch rund um die Fimfestspiele von Beteiligten und Unbeteiligten getrixt.

 

Marie-Luise Marjan denkt das ist die Einlasskontrolle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marie-Luise Marjan denkt hier, das ist die Einlasskontrolle und zückt ihre Karte, mit der sie normalerweise überall hinein kommt. Problem nur ist, der junge Mann mit der Leuchtweste ist ein Protestierender, der Flyer gegen den Flughafen „Berlin Brandenburg“ verteilt.

 

Klaus Lemke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klaus Lemke, ein Intependend Regisseur und Produzent ist sauer. Sein neuster Film „BERLIN FÜR HELDEN“ wird nicht auf der Berlinale gezeigt. Klaus Lemke protestiert mit dem Schild „KOSSLIK raus HELDEN rein“. Er meint, Dieter Kosslick weigert sich seinen neuen Film „BERLIN FÜR HELDEN“ auf der Berlinale zu zeigen. Klaus Lemke O-Ton: „Kosslik ist ein netter Mann, er soll aber lieber ein Kochshow halten“ .Klaus Lemke protestiert gegen die staatliche Filmförderung, gegen Kosslik, gegen…“ KLaus Lemke macht GuerilliaMarketing mit seiner Aktion, um seinen neuen Film zu promoten.

Infos:

http://blog.daremag.de/2011/11/das-regieme-lemke/
http://www.filmportal.de/person/klaus-lemke_8e82555424b341ceb37fdea0ff361652
http://www.heinrichplatz.tv/

bmw lounge

Überall gibt es Lounges, die bei manchen Einladungen als „Hotspots“ deklariert werden. Hier die BMW-Lounge im  Hyatt Hotel in der ersten Etage. Darunter gibt es die ZDF Lounge.

Ticket

Wer ein Ticket hat, zeigt es stolz der Einlasskontrolle, der eventuell  kein offizielle Einlasskontrolle ist.  Der sagt dann, er müsse die Echtheit der Karte kontrollieren und ist mit der Karte auf Nimmerwiedersehen durch den offiziellen Durchlass verschwunden. Das ist der mieseste Trick an eine Karte ran zu kommen. 

Wer kein Ticket hat, versucht mit den unterschiedlichsten legalen Methoden ein Ticket zu erhaschen. So zum Beispiel mit dem Zettel „Suche Karte“:

 

...oder man versucht es mit einem selbst gestrickten Berlinale Schal

 

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Internationale Filmfestspiele Berlin – Die Nummer 62!


Betrachtungen von der Seite 1

Berlinale Palast Roter Teppich
Berlinale Palast, Roter Teppich

Nicht sehr weit vom Potsdamer Platz wohne ich. Fußläufig sozusagen. Die Internationalen Filmfestspiele Berlin, die Nummer 62 beginnt heute. Der Rote Teppich für die Eröffnung ist fertig gelegt für den Eröffnungsfilm „Les adieux à la Reine„. (18.00-19.30 Uhr, Roter Teppich)

395 Filme in 866 Vorführungen werden in den nächsten Tagen in Berlin gezeigt. Ich als „Oparazzi“ habe keine sehr große Lust bei Minustemperaturen am Roten Teppich zu fotografieren. Ich fotografiere am Rande herum und nenne meinen Text und die Fotos dazu: „Betrachtungen von der Seite“!

Am 05.02. um 19.00 Uhr standen im Einkaufszentrum Potsdamer Platz Arkaden die ersten Filmfans an, weil am am 06.02. um 10.00 Uhr der Kartnenvorverkauf öffnet. Eine Frau, die dort ihre Campingmatte samt Schlafsack ausgerollt hatte, meinte, „Seit gestern wartet die erste da vorne schon am Kartenschalter!“ Über sich hatte sie wie ein Altarbild ein Foto von Shahrukh Khan deponiert

Alle Wartenden waren bewaffnet mit dem BERLINALE JOURNAL, und dem Programm, das dort in verschieden Regalen kostenfrei ausliegt.

Programm Journal

PROGRAM und JOURNAL

Qype: ART&UP Depotgalerie in Berlin


ART&UP = KUNST AUFWÄRTS!

Galerien in Berlin gibt es Hunderte. Überall ist die Kunst ordentlich an der Wand oder im Raum präsentiert. Beim ART&UP Kunstdepot dicht am Potsdamer Platz, am Leipziger Platz ist die Präsentation ein wenig anders organisiert. Es ist ein Lager! Die Bilder sind an der Wand gestapelt. Skulpturen stehen kreuz und quer im Raum. Massenweise. Neue Wilde, alte Wilde. Expressiv-farbstark, abstrakt, halbabstrakt und gegenständlich. Nach dem Terpentin der „Alten Meister“ riecht es dort nicht. Es duftet schwach nach Acryl und Mischtechniken. Schwerpunkt sind große Formate für Lobby und Büros und Menschen mit Wohnzimmerwänden jenseits Leipzig P2. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Preis der Kunstwerke. Die Preise tendieren stark in die niedrigen Kategorien des Berliner Kunstmarktes.

Die ca. 50 Künstler, die hier abwechselnd und/oder ständig präsent sind, nutzen das Depot ART&UP neben dem Horten und der Darstellung ihrer „normalen Arbeit“ für Experimente ihres Schaffens. Fast alle sind durchweg Akademiker und Absolventen der Berliner Kunsthochschulen.

Man findet das traurige Auge einer Kuh auf zwei Meter mal drei Meter, Farbexplosionen und zurückhaltendes. Eine Vulva in BLAU und ein erigierter Penis in TERRA DI SIENA. Sex und Erotik ist manchmal ein Thema der Künstler vordergründig und hintergründig. Die Künstler sind jung. Die halb geschlossenen Augen einer Frau kurz nach dem Höhepunkt aus der Perspektive des Verursachers in Pariser Blau gemalt.

Die Bilder erzählen Geschichten der Großstadt. Farbfetzen der S-Bahn neben Bildern der Nacht in Berlin. Es ist ein Geheimtipp für Liebhaber der Bildenden Kunst zum Schauen und Stöbern, sowie für ambitionierte Sammler mit dem Auge für „Kommende Meister“.

Seltsame Schnäppchen kann man bei ART&UP machen. Künstler, dessen großformatige Werke dort für Brosamen aus der Geldbörse erhältlich sind, bekommen plötzlich einen anderen Marktwert, weil sie in New York und Tokio wahrnehmbar existent sind. Der Besitzer kann dann seine Versicherung anrufen und bitten, eine Null oder zwei Nullen an die Versicherungsprämie an zu hängen.

Das Depot hat unregelmäßig geöffnet. Manchmal, bei schönem Wetter ist ein Künstler da und malt. Das Depot ist nicht geheizt. Eine Sau steht vor der Tür und symbolisiert wohl ein Sparschwein. Im Unterschied zu einem normalen Sparschwein kann aber ein Kunstsparschwein ungeplant fetter werden bis es platzt! Dieses Ereignis liegt am Auge des Sammlers und den Zufälligkeiten des internationalen Kunstbetriebes.

Mein Beitrag zu ART&UP Depotgalerie – Ich bin rhebs – auf Qype