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„the wallstreet tricks“


REINFALL!

Ich bin neulich  auf einen  Beitrag über die „Macher“ der „DER WALLSTREET TRICKS“ gestoßen. Am 19.06.2012 im Seminarraum in Berlin Mitte/Langenbeck-Virchow-Haus, war ich beim Dreh des WERBEIMAGEFILMS mit dem Arbeitstitel „Trader Plan“ als Schauspieler/Werbeprotagonist mit Text dabei. Rolle „Erfolgreicher Protagonist des Trading Planes“. Gage sollte  90,00 Euro Brutto sein. Die Gage für den Werbeimagefilm/Dreh der PR Medien e.U./ Wien, Paris Reithofen wurde nicht bezahlt. Zwei Kollegen, mit denen ich Kontakt hatte, bekamen auch nichts. Keine Erreichbarkeit der Produktionsfirma PR Medien e.U./ Wien per Telefon und auch keine Rückantworten per Email. Eine Rechnung von 500 Euro für die Property-Filmrechte wurde dem Langenbeck-Virchow-Haus auch  noch nicht vergütet.

Die Produktionsfirma des Drehs ist nicht im Internet zu finden. Paris Reithofen ist zwar im Internet existent, aber verborgen. Ich habe nicht aufgepasst – weil so eine niedrige Gage mit Text für einen Werbefilm eigentlich verdächtig sein sollte. Mein Agent, Igor P.,der CIA-Agentur, der mich da rein gebracht hat, ist mit den Schauspielern und Komparsen, die er vermittelt hatte, wohl selber reingefallen. Er bekam nach seiner Auskunft von der PR MEDIA eU Produktion keinen Cent der Gagen.

Den Text den ich für „wallstreet tricks“ spreche, ist geskriptet und unwahr. Ich bin der Rentner Richard Hebstreit (www.rhebs.de) und nicht Herbert Krosswang. (http://www.youtube.com/watch?v=xWgV_QKhsq4)

Ich war zwar naiv und dusselig genug, diesen komischen Job als Werbetyp an zu nehmen, aber ich vermöge mich auch im Internet  zu wehren, in dem ich jeden, der das Herbert Krosswang – Video sieht, auffordere diese von mir gesprochene Werbeaussage nicht ernst zu nehmen. Es ist eine unfaire Werbemanipulation, von der ich mich hiermit ausdrücklich distanziere!

Ich bin nicht Herbert Krosswang, ich bin Richard Hebstreit……

…….und habe absolut keine Lust einen Beitrag zu leisten, Menschen im Internet mit unwahren Identitäten und unwahren Werbeaussagen zu manipulieren!

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CC FOTOS: InnoTrans 2012 – 9.Internationale Fachmesse für Verkehrstechnik


CC FOTOS: InnoTrans 2012

9.Internationale Fachmesse für Verkehrstechnik

Dieses Plakat meiner Altvorderen zum Thema innovative Transporttechnologie der Bahnspediteure um 1912 animierte mich  auf der InnoTrans 2012 innovative  Neuheiten  zu fotografieren:

spedition-hebstreit-poster
Foto: © Richard Hebstreit

Die Innovation ist hier, dass es kein Güterwagen ist, den der Transportteufel mit den Reichsbahnflügeln auf dem Rücken trägt, sondern quasi ein  „Container“, der als Möbelwagen eines Bahnspediteurs auf den Tafelwagen/Palettenwagen der Reichsbahn geladen und transportiert wurde. Dann hat man diesen  „Container“ nach der Methode „Straße-Schiene-Straße“  schon zu Kaisers Zeiten mit Pferden von Haus zu Haus transportiert.  Malcolm McLean aus den USA muss dieses Werbeplakat wohl gesehen haben.
Der wesentliche Beleg für die Erfindung des Containers ist die belegte  Aufschrift auf dem Poster: „Transporte von Haus zu Haus ohne Umladung“!
Spaß beiseite, aktuelle Fotos von gleichrangigen Innovationen der schienengebundenen Transportwirtschaft gibt es in den nächsten Tagen hier:

(cc) – Fotos InnoTrans 2012 bei flickr!

cc flicker fotos

flickr – Fotos

62. Internationale Filmfestspiele Berlin – Nebenbetrachtungen


Betrachtungen von der Seite 2  (09.02.2012)

Mann mit KlapphockerEin Mann läuft durch Berlin mit einem Klapphocker an einem Rucksack. Keiner macht sich Gedanken, „Wozu braucht man einen Klapphocker?“. Die Losung ist einfach. Es ist ein Fotograf, der am „Roten Teppich“ fotografiert. In Berlin, bei den 62. Filmfestspielen. Es gibt Fotografen, denen reicht ein simpler Klapphocker nicht. Die fahren andere Geschütze auf. Aluminiumleitern und stabile Schlösser. Die werden an der Hintereingängen verschiedener Hotels deponiert. Dazu wissen sie, wann ungefähr ein PROMI vor den Leitern erscheint. Dann wird denen mit lichtstarken Objektiven aufgelauert

fotografenleitern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

… So wie bei der Filmproduktion getrixt wird, wird auch rund um die Fimfestspiele von Beteiligten und Unbeteiligten getrixt.

 

Marie-Luise Marjan denkt das ist die Einlasskontrolle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marie-Luise Marjan denkt hier, das ist die Einlasskontrolle und zückt ihre Karte, mit der sie normalerweise überall hinein kommt. Problem nur ist, der junge Mann mit der Leuchtweste ist ein Protestierender, der Flyer gegen den Flughafen „Berlin Brandenburg“ verteilt.

 

Klaus Lemke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klaus Lemke, ein Intependend Regisseur und Produzent ist sauer. Sein neuster Film „BERLIN FÜR HELDEN“ wird nicht auf der Berlinale gezeigt. Klaus Lemke protestiert mit dem Schild „KOSSLIK raus HELDEN rein“. Er meint, Dieter Kosslick weigert sich seinen neuen Film „BERLIN FÜR HELDEN“ auf der Berlinale zu zeigen. Klaus Lemke O-Ton: „Kosslik ist ein netter Mann, er soll aber lieber ein Kochshow halten“ .Klaus Lemke protestiert gegen die staatliche Filmförderung, gegen Kosslik, gegen…“ KLaus Lemke macht GuerilliaMarketing mit seiner Aktion, um seinen neuen Film zu promoten.

Infos:

http://blog.daremag.de/2011/11/das-regieme-lemke/
http://www.filmportal.de/person/klaus-lemke_8e82555424b341ceb37fdea0ff361652
http://www.heinrichplatz.tv/

bmw lounge

Überall gibt es Lounges, die bei manchen Einladungen als „Hotspots“ deklariert werden. Hier die BMW-Lounge im  Hyatt Hotel in der ersten Etage. Darunter gibt es die ZDF Lounge.

Ticket

Wer ein Ticket hat, zeigt es stolz der Einlasskontrolle, der eventuell  kein offizielle Einlasskontrolle ist.  Der sagt dann, er müsse die Echtheit der Karte kontrollieren und ist mit der Karte auf Nimmerwiedersehen durch den offiziellen Durchlass verschwunden. Das ist der mieseste Trick an eine Karte ran zu kommen. 

Wer kein Ticket hat, versucht mit den unterschiedlichsten legalen Methoden ein Ticket zu erhaschen. So zum Beispiel mit dem Zettel „Suche Karte“:

 

...oder man versucht es mit einem selbst gestrickten Berlinale Schal

 

Internationale Filmfestspiele Berlin – Die Nummer 62!


Betrachtungen von der Seite 1

Berlinale Palast Roter Teppich
Berlinale Palast, Roter Teppich

Nicht sehr weit vom Potsdamer Platz wohne ich. Fußläufig sozusagen. Die Internationalen Filmfestspiele Berlin, die Nummer 62 beginnt heute. Der Rote Teppich für die Eröffnung ist fertig gelegt für den Eröffnungsfilm „Les adieux à la Reine„. (18.00-19.30 Uhr, Roter Teppich)

395 Filme in 866 Vorführungen werden in den nächsten Tagen in Berlin gezeigt. Ich als „Oparazzi“ habe keine sehr große Lust bei Minustemperaturen am Roten Teppich zu fotografieren. Ich fotografiere am Rande herum und nenne meinen Text und die Fotos dazu: „Betrachtungen von der Seite“!

Am 05.02. um 19.00 Uhr standen im Einkaufszentrum Potsdamer Platz Arkaden die ersten Filmfans an, weil am am 06.02. um 10.00 Uhr der Kartnenvorverkauf öffnet. Eine Frau, die dort ihre Campingmatte samt Schlafsack ausgerollt hatte, meinte, „Seit gestern wartet die erste da vorne schon am Kartenschalter!“ Über sich hatte sie wie ein Altarbild ein Foto von Shahrukh Khan deponiert

Alle Wartenden waren bewaffnet mit dem BERLINALE JOURNAL, und dem Programm, das dort in verschieden Regalen kostenfrei ausliegt.

Programm Journal

PROGRAM und JOURNAL

Qype: Mobilcom Debitel Shop Berlin-Charlottenburg in Berlin


mobilcom-debitel Shop Berlin-Charlottenburg
mobilcom-debitel Shop Berlin-Charlottenburg

BerlinShoppingHandy

Mobilcom Debitel – nixphone

Einen uralten Handy Vertrag habe ich mal bei der Debitel abgeschlossen. Am 22.09.1995 war das. So alle zwei Jahre habe ich den Vertrag verlängert. Gab nie Probleme. War immer alles paletti! Mal mit neuem Handy, mal ohne. Nun, war es mal wieder soweit. Am 01.02.2011 habe ich den Vertrag im mobilcom-debitel Shop Berlin Charlottenburg (Händlernummer 10121) verlängert mit einer Tarifänderung “SuperFlat Internet Wochenende mit Handy 10”. (Der Laden ist im GRAVIS Pool und laut Außenwerbung Apple authorisiert “Authorised Reseller” “Jetzt hier Apple Produkte”. Auf der Internetseite von GRAVISwirbt man mit: “Das GRAVIS Prinzip: Alle Produkte sind zum Anfassen und Ausprobieren”)

Dazu wollte ich Apple iPhone 4 (8GB) black Vodafone. Das wäre nicht im Laden, bekomme ich die Auskunft, es werde mir aber umgehend zugeschickt. Bis Freitag! Da habe ich da unterschrieben mit einer einmaligen 99,00 Euro Zuzahlung.

Freitag kommt die neue Micro-Sim Karte. Kein iPhone 4. Ich rufe im Laden an und erhalte Auskunft, iPhone 4 wäre abgeschickt, erhalte es eventuell Montag, den 06.02.2012. Montag kein iPhone 4 . Ich rufe im Laden mobilcom-debitel Shop Berlin Charlottenburg, Tauentzienstraße 2, 10789 Berlin an und möchte gerne die Trackingnummer des Versandvorganges haben. Bekomme Auskunft, die dürfte man mir am Telefon nicht geben und erhalte eine kostenpflichtige Servicenummer 0180 5022240. Dort rufe ich an und bekomme freundliche Auskünfte das man nichts weis von einer Trackingnummer, man sei nicht befugt und nur technisch zuständig und ich werde an “Zuständige” weiter verbunden. Nach einiger Zeit im kostenpflichtigen Service bekomme ich die Auskunft, dass die zuständigen Mitarbeiter derzeit nicht erreichbar sind, man würde aber gerne den Vorgang weiter geben, ich bekäme dann per SMS oder e-Mail Tracking Nummer zugeschickt.

Dienstag rufe ich wieder im Laden wegen der Trackingnummer an. Ergebnis, die Nummer erhalte ich nicht per Telefon, sondern nur persönlich im Laden. Heute war ich im Laden. Trackingnummer abholen. Ergebnis, es gibt keine Trackingnummer, es hat nie eine gegeben, weil kein Handy abgeschickt wurde. Apple iPhone 4 (8GB) black ist zur Zeit nicht lieferbar.

“Gut”, sage ich mit meiner engelsgleichen Engelsgeduld. “Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten. 1. Ich bekomme sofort ein anderes Handy, zB. von LG, was im Laden an der Wand hängt oder ich storniere 2. sofort die Vertragsverlängerung!”.

Ein Mitarbeiter im Laden telefoniert mit irgendjemand, der bestätigen kann oder soll, das man mir ein anderes Handy aushändigt. “Es geht nicht, sofort”, ist die nächste Auskunft, man würde mir das LG Handy aber gerne zuschicken.

Darauf lasse ich mich aus vorerlebten Gründen nicht ein und bekomme auf weiteres Nachfragen, dass das LG auch nicht per Versand lieferbar wäre.

Ich storniere sofort mündlich die Vertragsverlängerung vom 01.02.2012 und lasse es mir mit heutigem Datum 08.02.2012 schriftlich bestätigen, wo formuliert wird, das ich per Mail eine Antwort erhalte. Dann könne ich wieder in das Geschäft kommen und erhalte sofort ein anderes Handy zu meiner Verlängerung des Vertrages.

Neugierig kletter ich gegenüber in das KaDeWe in die 5. Etage, da gibt es einen einzigen Handystand einer anderen Telefongesellschaft. Das olle Apple iPhone 4 (8GB) black könnte ich sofort dort mit nehmen, mit einem Zweijahresvertrag und monatlichen Grundkosten von 29,99 Euro inklusive Internetflat.

Fortsetzung folgt!

© 2012-02-08 Richard Hebstreit

Mein Beitrag zu Mobilcom Debitel Shop Berlin-Charlottenburg – Ich bin rhebs – auf Qype

Vom Anfassen der Flaschen!


„Fauler Typ“,

denke ich, als ich meine leeren Flaschen komplett per Tüte abgeben will mit dem Gedanken, der nimmt die Flaschen aus der Tüte und sortiert sie in die leeren  Kästen selber ein. Der „Typ“ denkt nicht daran, ich soll praktisch meine leeren Flaschen selber ….anfassen… „einsortieren“!

Ich bin sauer und denke „Das ist keinService“! Heute sag ich das dem Typ. Der meint, „Das ist nicht für mich gesund! Du hast ja an der Flasche mit dem Mund genuckelt. Das fass ich nicht und nie an!“  Diesem Argument kann ich folgen. An seiner Stelle hätte ich eventuell auch so gedacht, wenn ich den gleichen „hygienischen“  Einflüssen erliegen würde. „Die Dinger anfassen ist doch ekelig!“

Nur, ich bin schlicht  zu faul, dem die Flaschen ein zu sortieren. Denke ab er das Problem ist lösbar. Muss halt die Flaschen irgendwo in einen Automaten stopfen. Das mach ich dann auch! Besonders, weil ich weis, dass die Getränke, die da wo die Automaten für die Rücknahme stehen, die Flaschen zurück nehmen, nur die Hälfte kosten.

Irgendwo und irgendwann war ich ja auch einmal an der Vernichtung der „Tante Emma Läden“ beteiligt. Ich hab im Supermarkt ein gekauft….respektive in der DDR in HO- und Konsum Kaufhallen. Die kleinen Dinger, die Tante Emma Läden, wo man vom Schnürsenkel bis zur Butter alles bekam, hab ich damals sicher unbewusst mit platt gemacht.

Heute haben sich   Händler auch in Berlin auf Grund der Distrutibutionsregularien für neue Tante Emma Laden wieder  Handlungslücken besorgt.

Dann gibt es aber auch Typen ….so wie mich……..die nicht Flaschen einsortieren wollen……………….

Berlin zwischen trist und erquickend!


Berlin an einem noch nicht so trüben Juli-Sonntag in Charlottenburg gegen Abend. Ich fotografiere Pfefferminzpflanzen auf einem  Balkon in eben diesem Charlottenburg. Mir fällt nichts originelleres ein, als Pfefferminzpflnazen zu fotografieren.

Am anderen Tag sieht die Welt  wettermäßig  grauslich aus in Berlin. Grau, Tempodrom wie fast im Herbstnebel.

Wenige Stunden später, der Fernsehturm am Alex wird von den Wolken erschlagen!

Trotzem, Andenken müssen verkauft werden. Wie es scheint, das Geschäft nährt seinem Mann!

An der hessischen Landesvertretung fangen die „Weinberge“ an Ertrag zu generieren!

Unabhängig davon, Flaschen sammeln ist „überleben“ in Berlin. Ich habe dazu den Farbkontrast hoch geschraubt!

Um den Bahnhof Friedrichstraße ist alles platt denkt mancher. Ein 300erter Teleobjektiv zeigt eine andere Realität.

Johannisstrasse 3  in Berlin – Mitte. Die Architekten von „http://euroboden.de/index.php?id=357“

haben mit vorgehängten Kram nicht angefangen. Das waren die Architekten von Otto Bock

Das Wetter ist immer noch grauslich in Berlin!

Wo, zum Teufel ist die Sonne!

Dabei rennen Australier inzwischen in Berlin herum, wie am Hut zu erkennen ist!

und sonst so Leute…………………………….

 

„EXELSIORHAUS – Fenstersturz“


Eine Waschbetonfassade eines 17-stöckigen Stahlbeton-Skelettbaus von 1972 vor der Ruine des Anhalter Bahnhofs in Berlin Kreuzberg. Die Aluminiumdrehfenster verursachten bei mir eine Heizkostennachzahlung , die mein monatliches Bugdet schlicht und einfach sprengten. Weil, im Winter heizte ich durch diese bescheuerten Fenster mit der Wärmedämmung Null halb Berlin.


Gegen 13.00 Uhr am 24.06.2011 drehte im EXELSIORHAUS in der Stresemannstraße 76 in einer oberen Etage ein junger Mann seine Musikanlage bis zum Anschlag des Lautstärkenreglers. Dann packte er eine Umhängetasche und eine Papiertüte. Obenauf in der Papiertüte legt er ein Buch „Nach der Suche nach dem verlorenen Glück von Jean Liedloff. Dt. Übers. von Eva Schlottmann und Rainer Taëni: gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit. Vor dem Hinterhof neben einer Spielhölle legt er die Sachen ab und fährt wieder in seine Etage hoch und beginnt mit dem „Ausräumen“.

An seiner Wohnungstür im Exelsiorhaus steht „ICH BIN LAUT!“.  Am vierundzwanzigsten Juni wurde er, wie gesagt sehr, sehr laut. Zuerst flog ein Farbeimer mit blauer Dispersionsfarbe aus dem Fenster. Dann sporadisch Teile seiner Wohnungseinrichtung. Kühlschrank, Flachbildschirm, PC, Drucker, Handys, Staqubsauger, Blumentöpfe mit Pflanzen. Alles mit Ankündigung. Verletzen wollte er wohl niemand. Eine KFZ- Reparaturwerkstatt oder die Köche eines Italieners der Stresemannstraße alarmieren die Polizei. Als er den Elektroherd aus dem Fenster wuchten wollte, kam das SEK mit Schußwesten um den Bauch und materialischen Helmen. Eine Nachbarin sagt, „Ein freundlicher ruhiger junger Mann, der nach verschiedenen WG´s seine erste Wohnung bezogen hat. Den Kühlschrank hatte er erst ein halbes Jahr.

Irgendwann bekomme ich den Rabatz mit. Schnappe meine Kamera und knipse aus dem Fenster dieses „Ereignis“ auf dem Hof. Ein paar zerschmetterte Elektroteile. „Hoffentlich springt da keiner runter!“ denke ich und denke an eine Erlebnis vor zehn Jahren auf der Halbinsel Stralau in Berlin, wo eine Filmproduzentin aus dem 10. Stock in selbstmörderischer Absicht gesprungen war und von Haselnußbüschen in ihrem Sinne erfolgreich aufgespießt wurde. Knipsen konnt ich das nicht, mir wurde schlecht.

Zum Glück springt niemand aus dem Fenster. Das SEK führt dann den „Täter“ ab und ich stehe zufällig neugierig wie alle anderen nicht ursächlich Beteiligten dabei. Meine Kamera knipst nun fast automatisch im Modus „Sport“ sechs Fotos in der Sekunde. (Ich jobbe manchmal als Pressefotograf) Als ich die Bilder in meinem PC auswerte, bin ich betroffen. Der Blick des jungen abgeführten Mannes zeigt, das er Probleme hat. Welche, kann ich nur raten. Hat er Drogen intus? Hat Freund oder Freundin Schluß gemacht? Ich kann es nach vollziehen. Als ich so jung wie er war, stand ich auch mal auf einer Leiter mit einem Strick um den Hals und wollte springen. Der Text hier beweist, ich bin nicht gesprungen. Mir hat dann jemand geholfen.

Ich weis aus meiner Lebenserfahrung heraus, das dieses „Schmeißen“ von Gegenständen aus dem Fenster ein Hilferuf ist. Nicht mehr und nicht weniger. Wer der Adressat des Hilferufes ist, ist mir unbekannt. Nicht unbekannt sind so Wünsche, mal alles aus dem Fenster zu schmeißen. Fast jeden Tag hab ich den Wunsch, der durch meinen Müllschlucker ausgebremst wird.

Denke da nun an eine alte Sache aus der DDR.  „HGL“ hieß das. „Hausgemeinschaftsleitung“. Ich hab mal im größten Mietshaus der DDR gewohnt. „Halle-Neustadt“, 1.WK (Erster Wohnkomplex) Block 618, Wohnung 235.  Anonym war da trotzdem fast niemand. Man hat sich um jeden gekümmert. Ob der nun wollte oder nicht. Mir ging das damals auf den Geist. Es gab Hausgemeinschaftsräume, in denen oft gefeiert wurde. Das war das „Kümmern“. Es ergab sich automatisch. Mir war das damals zu viel „Kümmern“. Das Exelsiorhaus ist Marktwirtschaft, da wird nix „gekümmert“.  Verwerten von Einraumwohnungen, 1,5 Raum Wohnungen. Es ist praktisch das größte Singlhaus Berlins. Viele Studenten, einige Senioren so wie ich und sonstige seltsame Mieter.

„Die Single-Hauptstadt war jahrelang identisch mit der Bundeshauptstadt. Doch die neuesten Daten weisen Berlin mit einem Singleanteil von 54,3 Prozent nur noch auf Rang zwei aus. Das neue Zentrum der alleinlebende ist Regensburg mit einem Singleanteil der Haushalte von 55,8 Prozent.“

Was kümmert mich Regensburg und die Statistik. Statistisch sind die Singl´s in Regensburg ein Klacks gegen die fast Millionen Singls in Berlin. Und die haben manchmal Probleme, um die sich statistisch keine Sau kümmert! Mich kümmern die wenigen Meter zu zwei S-Bahn Linien in den Norden oder Süden. Nach West und Ost gibt es zwei Bus-Linien. Zum Potsdamer Platz ist man in wenigen Minuten. Eigentlich ist der Askanische Platz das Zentrum von Berlin. Es wissen das nur wenige.

© rhebs 25.06.2011

Qype: ART&UP Depotgalerie in Berlin


ART&UP = KUNST AUFWÄRTS!

Galerien in Berlin gibt es Hunderte. Überall ist die Kunst ordentlich an der Wand oder im Raum präsentiert. Beim ART&UP Kunstdepot dicht am Potsdamer Platz, am Leipziger Platz ist die Präsentation ein wenig anders organisiert. Es ist ein Lager! Die Bilder sind an der Wand gestapelt. Skulpturen stehen kreuz und quer im Raum. Massenweise. Neue Wilde, alte Wilde. Expressiv-farbstark, abstrakt, halbabstrakt und gegenständlich. Nach dem Terpentin der „Alten Meister“ riecht es dort nicht. Es duftet schwach nach Acryl und Mischtechniken. Schwerpunkt sind große Formate für Lobby und Büros und Menschen mit Wohnzimmerwänden jenseits Leipzig P2. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Preis der Kunstwerke. Die Preise tendieren stark in die niedrigen Kategorien des Berliner Kunstmarktes.

Die ca. 50 Künstler, die hier abwechselnd und/oder ständig präsent sind, nutzen das Depot ART&UP neben dem Horten und der Darstellung ihrer „normalen Arbeit“ für Experimente ihres Schaffens. Fast alle sind durchweg Akademiker und Absolventen der Berliner Kunsthochschulen.

Man findet das traurige Auge einer Kuh auf zwei Meter mal drei Meter, Farbexplosionen und zurückhaltendes. Eine Vulva in BLAU und ein erigierter Penis in TERRA DI SIENA. Sex und Erotik ist manchmal ein Thema der Künstler vordergründig und hintergründig. Die Künstler sind jung. Die halb geschlossenen Augen einer Frau kurz nach dem Höhepunkt aus der Perspektive des Verursachers in Pariser Blau gemalt.

Die Bilder erzählen Geschichten der Großstadt. Farbfetzen der S-Bahn neben Bildern der Nacht in Berlin. Es ist ein Geheimtipp für Liebhaber der Bildenden Kunst zum Schauen und Stöbern, sowie für ambitionierte Sammler mit dem Auge für „Kommende Meister“.

Seltsame Schnäppchen kann man bei ART&UP machen. Künstler, dessen großformatige Werke dort für Brosamen aus der Geldbörse erhältlich sind, bekommen plötzlich einen anderen Marktwert, weil sie in New York und Tokio wahrnehmbar existent sind. Der Besitzer kann dann seine Versicherung anrufen und bitten, eine Null oder zwei Nullen an die Versicherungsprämie an zu hängen.

Das Depot hat unregelmäßig geöffnet. Manchmal, bei schönem Wetter ist ein Künstler da und malt. Das Depot ist nicht geheizt. Eine Sau steht vor der Tür und symbolisiert wohl ein Sparschwein. Im Unterschied zu einem normalen Sparschwein kann aber ein Kunstsparschwein ungeplant fetter werden bis es platzt! Dieses Ereignis liegt am Auge des Sammlers und den Zufälligkeiten des internationalen Kunstbetriebes.

Mein Beitrag zu ART&UP Depotgalerie – Ich bin rhebs – auf Qype

Qype: Just Dim Sum in Berlin


Berlin

Hühnerfüße und eine chinesische Wartebank

Es war Zufall. Sind vom Wittenbergplatz in die Ansbacher Straße gelaufen. Plötzlich Hungergefühle, es duftet nach Essen. Der Duft kam aus dem „Just Dim Sum“. Ein neues kleines Chinesisches Restaurant, dass seit drei Monaten in Berlin existiert. Schwerpunkt Südchinesische Küche. Auffallend war durch die Fensterscheiben, es futtern dort schon genüßlich chinesische Gäste. Da besteht der Verdacht, das es wirklich chinesische Küche gibt. Der Verdacht hat sich bestätigt.

Obwohl, das Ambiente ist anders als bei den meisten Chinesen in Berlin. Moderner, selbstbewußter. Warme Teerra di Siena Ocker Wände. Kaum China Kitsch. Keine chniesische Klingklongmusik. Man hat dort sowas nicht nötig. Europäische Unterhaltungsmusik dudelt dezent. Lustig ist die Vintagebeleuchtung aus den 70ern an der Decke. In der Küche sieht es aus wie im modernen Südchina. Hightech plus drei chinesische Köche. Macht Spaß ihnen beim Arbeiten zuzusehen. Jeder Griff sitzt. „Schade, das meine Mutter schon ein paar Jahre tot ist“ denke ich. Die hätte die Hühnerfüße gegessen, die es hier gibt. „Scharf gebacken oder als Suppe“. Irgendwann wage ich mich da auch ran. Diesmal nicht. „Rindfleisch mit Austernsoße“ zu 8.50 €. Zehn Minuten nach der Bestellung wurde serviert. Ein Deutscher Koch bekommt das kaum hin in 10 Minuten Rindfleisch so zart zubereiten, das es auf der Zunge zerfällt. Die Südchinesen können das. Der Trick ist einfach. Ähnlich wie die Fleischzubereitung beim Sauerbraten. Das Fleisch wird vorher in großen Kübeln eingelegt. Ohne viel Gewürz. Dazu wird im Wok Fenchel, Ingwer und wenig Kohl kurz angebraten. Das komische Bambuszeug samt Sprossen war nicht dabei. Krampfhaft reduzierte Soßen gibt es nicht. Die Soße kommt von der Austernbrühe zum marinieren.

Ungewohnt ist die niedrige Sitztiefe der Stühle. Kleine Leute können unter Umständen mit dem Kinn an der Tischplatte essen. Macht aber kein Problem. Ein Chinese hantiert sowieso nicht mit Messer und Gabel in gehobener Sitzposition. Und wir, wir schaufeln das am besten mit einen Löffel in uns rein.
Ein chinesischer Junge am Nachbartisch schaufelt auch mit dem Löffel.

Problemchen gabs auch. Meine Frau hatte einen Zahlendreher bei der Bestellung verursacht. Bekam Schwein statt Rind. Hat nichts gemacht. Wir haben gemischt und praktisch „halb und halb“ gegessen. Aufs Haus gab es dann wegen dem Fehler zwei Bier.

Ehe wir dicksatt und abgefüllt aufgestanden sind, sahen wir ein Wartebänkchen für Gäste, wenn kein Tisch frei ist. Da saßen schon zwei junge Chinesen mit knurrendem Magen und studierten voll konzentriert die Speisekarte.

Empfehlenswert!

© Richard Hebstreit 2011

Mein Beitrag zu Just Dim Sum – Ich bin rhebs – auf Qype